02.03.2010 · enn. BERLIN, 2. März. Die rund 800 000 Beschäftigten der Pflegebranche müssen auf einen flächendeckenden Mindestlohn warten. Eine vom Bundesarbeitsministerium eingesetzte Kommission hat sich am Montagabend in Berlin wider Erwarten ...
enn. BERLIN, 2. März. Die rund 800 000 Beschäftigten der Pflegebranche müssen auf einen flächendeckenden Mindestlohn warten. Eine vom Bundesarbeitsministerium eingesetzte Kommission hat sich am Montagabend in Berlin wider Erwarten nicht auf eine Empfehlung für eine konkrete Lohnuntergrenze geeinigt. Die Gespräche wurden auf den 25. März vertagt. In der Kommission sind die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, die kommunalen und privaten Arbeitgeber sowie die kirchlichen Pflegeanbieter Diakonie und Caritas vertreten. Der Kommissionsvorsitzende Rainer Brückers äußerte sich am Dienstag zuversichtlich, dass in drei Wochen eine Einigung gelingen werde. Die privaten Arbeitgeber haben immer wieder vor zu hohen Mindestlöhnen gewarnt. Der 2009 gegründete private Arbeitgeberverband Pflege hatte in einem Tarifvertrag mit der christlichen Gewerkschaft Medsonet zum Januar Mindestlöhne von 8,50 Euro im Westen und 7,50 im Osten vereinbart. Besser zahlt dem Vernehmen nach die Caritas mit 10 Euro Stundenlohn im Westen und 9,32 im Osten.