24.10.2008 · lzt. FRANKFURT, 24. Oktober. Der Internationale Währungsfonds (IWF) und die isländische Regierung haben sich auf ein Hilfspaket geeinigt. Die vom Staatsbankrott bedrohte Republik erhält demnach einen Kredit über 2,1 Milliarden Dollar (1,56 Milliarden Euro).
lzt. FRANKFURT, 24. Oktober. Der Internationale Währungsfonds (IWF) und die isländische Regierung haben sich auf ein Hilfspaket geeinigt. Die vom Staatsbankrott bedrohte Republik erhält demnach einen Kredit über 2,1 Milliarden Dollar (1,56 Milliarden Euro). Davon stehen 830 Millionen Dollar sofort zur Verfügung, der Rest soll bis Ende 2010 in vierteljährlichen Raten ausgezahlt werden. Die Tilgung des Kredits soll 2012 beginnen. Islands Ministerpräsident Geir Haarde und Poul Thomsen, der stellvertretende Europa-Direktor des IWF, präsentierten diese Einigung am Freitagnachmittag auf Pressekonferenzen in Reykjavik. Zu dem vereinbarten Paket gehört ein Wirtschaftsprogramm, dessen Kern Maßnahmen zur Stabilisierung der isländischen Krone sind, die seit Januar die Hälfte ihres Wertes verloren hat. Der 320 000 Einwohner zählende Staat ist im Sog der Finanzkrise an den Rand des Zusammenbruchs geschlittert; seine inzwischen verstaatlichten Großbanken hatten mit Summen spekuliert, die die Wirtschaftsleistung der Insel um ein Vielfaches überstiegen. Das IWF-Direktorium in Washington muss dem Kredit, dem ersten für ein westliches Land seit 1976, formal noch zustimmen.