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Heineken spürt sinkenden Absatz

28.10.2009 ·  Brauereikonzern setzt auf Kosteneinsparungen

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now. BRÜSSEL, 28. Oktober. Der niederländische Brauereikonzern Heineken NV erwartet trotz schrumpfenden Bierabsatzes in vielen Teilen der Welt steigende Gewinne in diesem Jahr. Einsparungen sowie die Schließung von Brauereien in Spanien und Frankreich sowie demnächst auch in Russland, Großbritannien und Finnland dürften dazu beitragen, dass Heineken 2009 einen organischen Zuwachs beim Nettogewinn "im niedrigen zweistelligen Bereich" erzielen könne, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Zuletzt hatte der nach AB Inbev und SAB-Miller international größte Brauereikonzern einen Gewinn "im hohen einstelligen Bereich" prognostiziert. Nicht zuletzt wegen der jüngsten Wechselkursschwankungen sei dennoch unter dem Strich ein ungünstigeres Ergebnis als 2008 möglich. Damals hatte Heineken einen Nettogewinn von rund einer Milliarde Euro ausgewiesen.

Unter Berücksichtigung des Zukaufs von Teilen des britischen Brauers Scottish & Newcastle sank der konsolidierte Bierabsatz in den ersten neun Monaten dieses Jahres gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum nur geringfügig um 0,6 Prozent auf 95,4 Millionen Hektoliter. Der organische Absatz des Unternehmens, bei dem Scottish&Newcastle unberücksichtigt bleibt, verringerte sich hingegen um 5,9 Prozent.

Vor allem in Osteuropa und Russland machte sich für Heineken die Krise mit einem Absatzrückgang um 12 Prozent bemerkbar. Ähnlich ungünstig war die Entwicklung in Nordamerika mit einem Rückgang um rund 10 Prozent, während Heineken in Westeuropa 4,6 Prozent weniger Bier absetzte. Einen Zuwachs um 10 Prozent verzeichnet der Konzern in Asien sowie im Nahen Osten. Die Stammmarke Heineken verlor mit einem Minus von 4 Prozent unterdurchschnittlich viele Liebhaber.

Für das dritte Quartal weist Heineken mit einem Absatzrückgang von 4,1 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum eine weniger negative Entwicklung als für das erste Halbjahr aus. So war der Absatz damals im Jahresvergleich um 6,6 Prozent gesunken. Der Brauereikonzern kündigte am Mittwoch an, weiter Kosten einzusparen sowie sich stärker auf seine Kernprodukte zu konzentrieren.

Weitere Zukäufe sind für den Konzern nicht ausgeschlossen. Finanzvorstand René Hooft Graafland nahm jedoch keine Stellung zu Spekulationen, wonach Heineken den zum Verkauf stehenden mexikanischen Brauereikonzern Femsa übernehmen wolle. Durch die Branche schwappt seit Jahren eine Konsolidierungswelle.

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