24.06.2008 · lid. NEW YORK, 24. Juni. Der größte amerikanische Autohersteller General Motors sieht sich wegen immer schlechterer Verkaufszahlen auf dem Heimatmarkt zu weiteren Eingriffen gezwungen: Das Unternehmen kündigte an, die Fertigung in ...
lid. NEW YORK, 24. Juni. Der größte amerikanische Autohersteller General Motors sieht sich wegen immer schlechterer Verkaufszahlen auf dem Heimatmarkt zu weiteren Eingriffen gezwungen: Das Unternehmen kündigte an, die Fertigung in sechs amerikanischen Werken für teilweise mehrere Wochen stillzulegen und damit die Produktionsmengen im zweiten Halbjahr um 170 000 Fahrzeuge zu reduzieren. In diesen Werken werden sportliche Geländewagen (SUV) und Transporter (Pick-ups) hergestellt, deren Absatzzahlen zuletzt eingebrochen sind. Wegen der gestiegenen Benzinpreise schrecken Amerikaner zunehmend vor dem Kauf dieser Großraumautos zurück, die überdurchschnittlich viel Benzin verbrauchen. General Motors hat bereits vor einigen Wochen angekündigt, vier amerikanische Werke bis zum Jahr 2010 ganz zu schließen, in denen SUVs und Trucks hergestellt werden. Weiterhin stellte das Unternehmen seine Geländewagenmarke Hummer zum Verkauf. Daneben kündigte General Motors eine Sonderaktion an, um die wachsenden Bestände von unverkauften Autos abzubauen. Für die meisten Autos aus dem laufenden Modelljahr bietet das Unternehmen zinslose Finanzierungen oder Barrabatte an. Zugleich sollen die Preise für die Autos aus dem nächsten Modelljahr um 3,5 Prozent steigen. Ende vergangener Woche hat bereits der Wettbewerber Ford seine Produktionsmengen für den Rest des Jahres deutlich reduziert. Ford begründete dies mit einer erheblichen Abschwächung des Geschäfts im Juni.