12.04.2011 · Die im März für sechs Jahre bestätigte Führungsmannschaft der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) hat eine markante Gehaltserhöhung ausgehandelt. Vorstandschef Andreas Köhler bekommt künftig 350 000 statt 260 000 Euro im Jahr, ...
Die im März für sechs Jahre bestätigte Führungsmannschaft der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) hat eine markante Gehaltserhöhung ausgehandelt. Vorstandschef Andreas Köhler bekommt künftig 350 000 statt 260 000 Euro im Jahr, sein Vertreter Carl-Heinz Müller kommt mit 40 000 Euro mehr auf 300 000 Euro im Jahr. Hinzu kommen noch Zuwendungen zur Versorgung, die bei Köhler nach unbezifferten "beamtenähnlichen Maßstäben" ausgerichtet ist, bei Müller im vergangenen Jahr rund 54 000 Euro ausmachte. Mit der Anhebung haben die Topfunktionäre der Kassenärzte den Chef der Techniker Krankenkasse, Norbert Klusen, als bestbezahlten Mitarbeiter in der gesetzlichen Krankenversicherung abgelöst. Klusen hatte im Jahr 2010 knapp 280 000 Euro erhalten. In der KBV wird die Anhebung der Gehälter damit begründet, dass darauf verzichtet worden sei, einen dritten Vorstand zu berufen und Köhler und Müller die Arbeit mit erledigten. Die gemessen an ähnlichen Funktionen in der Wirtschaft eher niedrigen Gehälter der Chefs der Kassenärzte und Krankenkassen sind immer wieder Gegenstand öffentlicher Debatten.
ami.