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Europäische und amerikanische Börsen Straffere Geldpolitik in China sorgt für Kursverluste

12.02.2010 ·  Die europäischen Aktienmärkte haben sich am Freitag überwiegend im Minus gezeigt. Der Euro Stoxx 50 gab um 0,2 Prozent auf 2674 Punkte nach. Für Verstimmung sorgte nach zwischenzeitlichen Kursgewinnen eine abermalige Straffung der chinesischen Geldpolitik.

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Die europäischen Aktienmärkte haben sich am Freitag überwiegend im Minus gezeigt. Der Euro Stoxx 50 gab um 0,2 Prozent auf 2674 Punkte nach. Für Verstimmung sorgte nach zwischenzeitlichen Kursgewinnen eine abermalige Straffung der chinesischen Geldpolitik. Die Zentralbank hat die Anforderungen an die Mindestreserven bei Banken nochmals um 0,5 Prozentpunkte angehoben. Der Schritt wurde als wachstumshemmend gewertet. "Wir sind nun mal nicht in einem selbsttragenden Aufschwung, und China ist die Lokomotive der Weltwirtschaft", erklärte ein Händler die Kursverluste nach der geldpolitischen Entscheidung. Die Reaktion zeige auch, wie labil die Märkte seien.

In Frankfurt verlor der Dax 0,1 Prozent auf 5500 Punkte. Größter Gewinner waren die Aktien von Thyssen-Krupp mit einem Kursplus von 3 Prozent. Der am Vormittag gemeldete Vorsteuergewinn fiel deutlich höher aus als erwartet. Auch der Auftragseingang wurde von Händlern als positiv hervorgehoben. Dies könne als Zeichen einer sich erholenden Wirtschaft gewertet werden. In Ungnade fielen dagegen Autoaktien. Die Papiere von BMW und Volkswagen verloren je 2 Prozent an Wert, die von Daimler gut ein Prozent. Am Vortag hatte Renault mit einem Milliardenverlust für das Jahr 2009 die Anleger geschockt. Am Freitag wies der Reifenhersteller Michelin einen Rückgang seines Jahresgewinns um 70 Prozent aus. Im M-Dax verlor die Continental-Aktie daraufhin 5 Prozent an Wert. Die Papiere des Solarzellenherstellers Q-Cells setzten mit einem Kursabschlag von mehr als 6 Prozent auf knapp 8 Euro ihre Talfahrt der vergangenen Monate fort, nachdem SES Research das Kursziel für die Gesellschaft von 8,50 auf 4,50 Euro gesenkt hatte. In London gab der FTSE 100 um 0,3 Prozent auf 5145 Punkte nach. Die Ankündigung von Lloyds Banking, neue Aktien auszugeben, wurde am Markt mit einem Kursabschlag von mehr als 3 Prozent quittiert. In Zürich stieg der SMI um 0,02 Prozent auf 6404 Punkte. Die Aktien des Indexschwergewichts Nestlé gewannen gut ein Prozent an Wert, nachdem die Tochtergesellschaft Alcon, ein Augenheilmittel-Konzern, überraschend gute Geschäftszahlen vorgelegt hatte. In Paris gab der CAC 40 um 0,5 Prozent auf 3600 Punkte nach. Die Aktien von Renault verloren 5 Prozent, die von Peugeot 4 Prozent an Wert. Die Michelin-Papiere büßten nach Vorlage ihrer Geschäftszahlen 3 Prozent ein. In New York verlor der Dow Jones 0,44 Prozent auf 10 099,14 Punkte. Der S&P 500 gab um 0,27 Prozent auf 1075,51 Punkte nach, der Nasdaq-Composite gewann 0,28 Prozent auf 2183,53 Punkte. Am Donnerstag hatte der Dow Jones 1,1 Prozent im Plus bei 10 144 Punkten geschlossen. Der S&P 500 stieg um ein Prozent auf 1078 Punkte. Der Nasdaq-Composite gewann 1,4 Prozent auf 2177 Punkte. Am Freitag wechselten rund 1,33 Milliarden Aktien den Besitzer. 1609 Werte legten zu, 1387 gaben nach und 118 blieben unverändert. Neue Höchststände hatten 66 Titel, neue Tiefstände neun. dmoh./Reuters

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