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Europäische und amerikanische Börsen Börsen setzen Kursverluste fort

08.07.2009 ·  Unmittelbar vor Beginn der Berichtssaison in Amerika haben die Indizes in Europa ihre Talfahrt am Mittwoch fortgesetzt. Die meisten Kursbarometer schlossen auf dem tiefsten Stand des Tages. In New York schlossen die Indizes nach freundlichem Start uneinheitlich.

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Unmittelbar vor Beginn der Berichtssaison in Amerika haben die Indizes in Europa ihre Talfahrt am Mittwoch fortgesetzt. Die meisten Kursbarometer schlossen auf dem tiefsten Stand des Tages. In New York schlossen die Indizes nach freundlichem Start uneinheitlich. Der Euro-Stoxx-50, Index der wichtigsten Aktien im Euro-Raum, fiel um 1,3 Prozent auf 2291 Punkte. Die Sorge vor negativen Überraschungen bei den Unternehmenszahlen zum zweiten Quartal halte derzeit viele Anleger von den Börsen fern, sagte Andreas Utermann von Allianz Global Investors in London. Daher seien auch weiterhin zur Schwäche neigende Aktienmärkte nicht auszuschließen.

In Frankfurt, wo der Dax bei 4572,65 Punkten um vergleichsweise moderate 0,6 Prozent leichter schloss, stützten unerwartet positive Daten zur Industrieproduktion zeitweise die Kurse. Mit einer Steigerung zum April von 3,7 Prozent wurde das stärkste Plus seit rund 16 Jahren erreicht. Titel von RWE verloren 0,6 Prozent, aber die Aktien von Eon legten 1,7 Prozent zu. Steigende Energiepreise und Verkäufe von Nicht-Kernbeteiligungen seien Wachstumstreiber bei Versorgern, hieß es bei Goldman Sachs in einer Branchenstudie. Die Milliarden-Strafe der EU-Kommission für Eon und den französischen Versorger GDF ließ die Börsianer unbeeindruckt. Die Spitzenposition im Dax nahmen SAP AG ein, deren Kurse um 2,3 Prozent stieg. Die Anteilsscheine von Infineon gewannen sogar mehr als 9 Prozent an Wert: Der Chipkonzern hat sich mit dem amerikanischen Investor Golden Gate Capital auf den Verkauf des Breitbandgeschäfts WLC geeinigt und zugleich bekräftigt, dass das dritte Quartal nahe an der Profitabilität ausfallen werde.

In London gab der FTSE 100 1,1 Prozent ab auf 4140,23 Punkte. Während Ölwerte wie Tullow Oil, BP und Royal Dutch Shell deutlich nachgaben, konnten sich die am Vortag schwachen Bergbauwerte erholen. BHP Billiton Ltd. stiegen mehr als 0,6 Prozent. In Zürich war der SMI bei 5289,39 Punkten um 0,8 Prozent leichter. Zu den schwächsten Werten zählte der Zementhersteller Holcim Ltd. mit einem Minus von 4,5 Prozent: Das Zementgeschäft werde 2009 schwierig, hieß es. Aktien von Baloise Holding und von Nobel Biocare gaben jeweils um mehrere Prozent nach. Beide Titel werden ab dem 21. September aus dem SMI entfernt.

In New York war die Tagestendenz uneinheitlich. Der Dow Jones stieg um 0,2 Prozent auf 8178 Punkte. Der S&P-500 fiel um 0,2 Prozent auf 879 Punkte. Der Composite-Index der Technologiebörse Nasdaq legte leicht zu.Eine optimistischere Prognose des IWF galt als stützend: Der Währungsfonds hat für das kommende Jahr ein Wachstum der Weltkonjunktur von 2,5 Prozent in Aussicht gestellt und damit die eigene Prognose vom April nach oben revidiert. An der New York Stock Exchange wechselten am Mittwoch 1,43 Milliarden Aktien den Besitzer. 1027 Werte legten zu, 1969 gaben nach und 106 blieben unverändert. 5 Titel hatten neue Hochs, 13 neue Tiefs. ruh./Bloomberg

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