26.02.2009 · ht. FRANKFURT, 26. Februar. Ebay baut seinen Internet-Marktplatz weiter um. Künftig sollen Markenhersteller und große Händler ihre Restposten prominent auf der Ebay-Startseite verkaufen können. "Da die Lebenszyklen der Produkte immer ...
ht. FRANKFURT, 26. Februar. Ebay baut seinen Internet-Marktplatz weiter um. Künftig sollen Markenhersteller und große Händler ihre Restposten prominent auf der Ebay-Startseite verkaufen können. "Da die Lebenszyklen der Produkte immer kürzer werden, wächst der Bedarf, Produkte der Vorsaison oder Restposten schnell zu verkaufen", sagte der neue Deutschland-Chef Frerk-Malte Feller dieser Zeitung. Die Markenhersteller können sich dafür virtuelle Läden auf Ebay einrichten. Bisher wurden diese Produkte selten im Internet verkauft. Ebay setzt auch auf das sogenannte Live-Shopping, das im Internet stark wächst. Dabei werden Produkte ausgewählter Händler für einen begrenzten Zeitraum in begrenzter Menge angeboten. "Wir rücken Schnäppchenangebote wieder in den Vordergrund", sagte Feller, der nach dem Weggang von Stephan Groß-Selbeck zu Xing die Leitung des Deutschland-Geschäfts übernommen hat. Ebay ist seit zehn Jahren in Deutschland tätig. In dieser Zeit wurden auf dem Marktplatz mehr als eine Milliarde Produkte im Wert von 42 Milliarden Euro gehandelt. "14,5 Millionen Menschen in Deutschland sind jeden Monat als Käufer oder Verkäufer auf Ebay aktiv", sagte Feller. Das Handelsvolumen entfällt je zur Hälfte auf professionelle Händler und private Anbieter. Um das nachlassende Wachstum anzukurbeln, hat Ebay im vergangenen Jahr die Einstellgebühren für die Produkte stark gesenkt. "Dadurch ist die Zahl der angebotenen Produkte von 9 auf 30 Millionen gestiegen", sagte Feller. Allerdings habe der Verzicht auf die Einstellgebühr auch ihren Preis: "Der Umsatz in Deutschland ist im vierten Quartal gefallen." Nun sollen mehr Transaktionen den Wegfall der Einstellgebühren kompensieren. Die Deckelung der Versandkosten, eine vereinfachte Rückgabe der gelieferten Produkte und Sicherheitsschlüssel per SMS sollen den Verkauf weiter antreiben, sagte Feller.