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China trübt die Stimmung am deutschen Aktienmarkt

19.08.2009 ·  Der scharfe Kursrückgang an den chinesischen Börsen um fast 20 Prozent binnen zwei Wochen trübt die Stimmung am deutschen Aktienmarkt. "Die Kursverluste in China sorgen auch hier für Verunsicherung und haben zum Kursrückgang des ...

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Der scharfe Kursrückgang an den chinesischen Börsen um fast 20 Prozent binnen zwei Wochen trübt die Stimmung am deutschen Aktienmarkt. "Die Kursverluste in China sorgen auch hier für Verunsicherung und haben zum Kursrückgang des Dax in den vergangenen Tagen beigetragen", sagt Tammo Greetfeld, Aktienstratege der Unicredit: "Gleichwohl dürfte dies nur eine vorübergehende Eintrübung der Stimmung sein, denn die Wirtschaftsdaten überraschen weiterhin sehr positiv." Die Schätzungen für das Wirtschaftswachstum 2010 in Europa und den Vereinigten Staaten würden daher wohl sehr deutlich angehoben werden müssen, was auch höhere Gewinnschätzungen für das kommende Jahr untermauert. "Das positive Umfeld für den deutschen Aktienmarkt bleibt damit intakt", sagt Greetfeld.

Auch Matthias Jörss, Aktienstratege des Bankhauses Sal. Oppenheim, hält an einem positiven Ausblick für den deutschen Aktienmarkt fest: "Der spektakuläre Run auf chinesische Aktien war wahrscheinlich übertrieben, und so, wie der Dax auf den Kursanstieg zuvor positiv reagiert hat, leidet er nun unter den fallenden chinesischen Aktienkursen." Generell bleibe aber das Momentum für Aktien durch die für viele überraschend guten Konjunkturdaten zunächst positiv. "Wir werden im Laufe des dritten Quartals noch neue Jahreshöchstkurse sehen", sagt Jörss: "In der Initialphase der Konjunkturerholung sehen wir eine V-förmige Erholung bei vielen Konjunkturindikatoren." Danach allerdings werde sich das Umfeld für Aktien wieder eintrüben, weil die Aussichten für das weitere wirtschaftliche Wachstum nicht berauschend seien.

Michael Köhler, Aktienstratege der Landesbank Baden-Württemberg, sieht dagegen bereits jetzt kein Potential mehr für steigende Aktienkurse: "In den Kursen ist schon viel an Aufschwungshoffnungen eingepreist, die jetzt erst einmal durch ein paar Fakten gestützt werden müssen." Die Konsolidierung am Aktienmarkt gehe deshalb vorerst weiter. "Dass der chinesische Aktienmarkt nun schwächelt, ist definitiv nicht hilfreich, denn China sollte ja die Lokomotive bei der weltwirtschaftlichen Erholung sein", sagt Köhler. dmoh.

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