06.10.2008 · geg. HANNOVER, 6. Oktober. Der Biotechnologie schlägt hierzulande noch immer Skepsis entgegen. Wenn es um die Züchtung genveränderter Pflanzen geht, wächst schnell Widerstand. Zu den hierzulande noch immer restriktiven gesetzlichen Regelungen kommt jetzt die Finanzkrise hinzu.
geg. HANNOVER, 6. Oktober. Der Biotechnologie schlägt hierzulande noch immer Skepsis entgegen. Wenn es um die Züchtung genveränderter Pflanzen geht, wächst schnell Widerstand. Zu den hierzulande noch immer restriktiven gesetzlichen Regelungen kommt jetzt die Finanzkrise hinzu. Wenn sich vom 7. bis zum 9. Oktober die Branche auf der Messe Biotechnica in Hannover trifft, wird vor allem die weitere Finanzierung der Forschung und Entwicklung ein beherrschendes Thema sein. Zu fördernde Projekte gibt es genug. Die Biobranche umfasst die Entwicklung neuer Medikamente gegen Krebs ebenso wie die Züchtung neuer Pflanzen. Es geht aber auch um energieschonende Waschmittel oder um den genetischen Fingerabdruck. Insgesamt stellen 530 Aussteller aus 27 Ländern ihre Produkte vor. Das ist alles andere als eine große Messe. Dennoch zeigt sich Stephan Kühne, im Vorstand der Deutschen Messe AG für die Biotechnica zuständig, sehr zufrieden. "35 Prozent der Aussteller sind Neuaussteller", sagt Kühne. Darunter sind viele Marktführer wie Boehringer Ingelheim, Eppendorf, GE Healthcare, Invitrogen, Merck, Qiagen, Sartorius oder Thermo Fisher Scientific. Damit ist für Kühne der Neustart dieser Messe geglückt. Die Biotechnica gibt es zwar schon lange. Aber sie dümpelte auch lange vor sich hin, wurde sogar auf einen zweijährigen Ausstellungsturnus zurückgestutzt.