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Viele Unternehmen sehen sich im Netz dauerhaft bedroht

magr. Frankfurt, 17. Februar. Zuletzt sorgten Netzangriffe auf Medien für Aufruhr. Am vergangenen Donnerstag etwa war der Internetauftritt der „Süddeutschen ...

magr. Frankfurt, 17. Februar. Zuletzt sorgten Netzangriffe auf Medien für Aufruhr. Am vergangenen Donnerstag etwa war der Internetauftritt der „Süddeutschen Zeitung“ für einige Zeit nicht erreichbar. Zuvor hatten mutmaßlich chinesische Hacker die Angebote der „New York Times“ und des „Wall Street Journal“ lahmgelegt. Aber nicht nur Zeitungshäuser sind von Angriffen betroffen.

Zwar sprechen viele Unternehmen nicht gerne offen darüber, ob sie im Visier von Cyberkriegern stehen. Und sie wenden sich auch gegen eine Meldepflicht für Angriffe, wie sie derzeit der Europäischen Kommission vorschwebt. Doch hat nun eine Umfrage der gemeinnützigen amerikanischen Vereinigung für Informationstechnologie Isaca ergeben, dass jeder fünfte von 1500 befragten Sicherheitsexperten festgestellt hat, dass sein Unternehmen in der Vergangenheit einer „hochentwickelten andauernden Bedrohung“ ausgesetzt war.

Die APT abgekürzten Bedrohungen bezeichnen Spionagemethoden, um geistiges Eigentum zu entwenden. Zwar gaben 96 Prozent der Befragten an, in Ansätzen mit dieser Art der Angriffe vertraut zu sein, jedoch sagten 53 Prozent, dass sie nicht glauben, dass sich APTs von klassischen Angriffen unterscheiden. Laut Isaca ist das eine fahrlässige Annahme. „Traditionelle Hackerangriffe suchen sich oft ein neues Ziel, wenn sie in ihr ursprüngliches Angriffsziel nicht vordringen können“, sagte Isaca-Vizepräsident Christos Dimitriadis zur Vorlage der Umfrageergebnisse. „Ein APT versucht solange in das ausgewählte Ziel einzudringen, bis es ihm gelingt.“

Immerhin gaben mehr als 60 Prozent der Befragten an, dass sie auch auf dauerhafte Attacken vorbereitet seien. Allerdings stünden Antivirusprogramme oder Programme zur Abwehr von Schadsoftware ganz oben auf der Liste der Instrumente, die Unternehmen einsetzen, um dauerhafte Bedrohungen abzuwehren. Dies ist laut Studie aber eher ein beunruhigendes Ergebnis, da bekannt ist, dass APTs in der Lage sind, diese Instrumente zu umgehen. Als effektiver geltende mobile Sicherheitssysteme kämen dagegen seltener zum Einsatz.

Quelle: F.A.Z.

 
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Veröffentlicht: 17.02.2013, 17:00 Uhr