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"Max muss weg"

21.06.2009 ·  Jackie Stewart fordert Neuanfang - mit Ecclestone

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ahe. SILVERSTONE. Jackie Stewart hat als erstes namhaftes Mitglied der Formel-1-Gesellschaft den Rückzug von Max Mosley, dem Präsidenten des Automobil-Weltverbandes (Fia), gefordert: "Max muss weg. Er führt die Formel 1 in einer imperialistischen Art und Weise", sagte der dreimalige Weltmeister, mittlerweile Sponsorenberater, am Sonntag dieser Zeitung. Damit reagierte der Schotte auf die Ankündigung der Teamvereinigung Fota, eine eigene Rennserie gründen zu wollen. "Es sollte nur eine Formel 1 geben", sagte Stewart, "wenn die besten Teams gehen, dann werden sich auch die Sponsoren abwenden. Ich habe 40 Jahre Erfahrung mit großen Unternehmen. Das muss verhindert werden."

Stewart ist allerdings überzeugt, dass der Fia-Chef, sein Intimfeind aus England, nicht vom Weltrat des Verbandes - er tagt am kommenden Mittwoch - oder von der Generalversammlung im Oktober abgewählt wird. "Das ist unmöglich. Max regiert die Fia seit 18 Jahren." Stattdessen forderte Stewart den Chefvermarkter Bernie Ecclestone auf, Mosley zum Rückzug zu bewegen und dann die Formel 1 in Abstimmung mit den Rennställen zu führen. "Er könnte dann neue Verträge mit den Teams machen, die ihm erlauben würden, die Ansprüche der Geldgeber zu erfüllen." Ecclestone ist Statthalter des britischen Unternehmens CVC, das die Vermarktungsrechte an der Formel 1 mit Hilfe von Krediten gekauft hat. Die Zahlung von Zins und Tilgung, hieß es im Fahrerlager, geriete in Gefahr, wenn die Fota abwanderte.

Ecclestone ging am Samstag auf die revoltierenden Rennställe zu: "Ich habe etwas Sympathie für die Teams", sagte der Brite der BBC: "Niemand möchte gesagt bekommen, wie er sein Geld ausgibt. Ich sage, dass sie ihr Geld ausgeben können, wie sie wollen, vorausgesetzt, sie bestätigen, dass sie weitere fünf Jahre in der Meisterschaft sind." Damit wandte sich Ecclestone gegen den von Mosley angeordneten Budget-Cap für 2010. Der Streit um die Höhe der Ausgaben soll allerdings nicht ausschlaggebend für die Entscheidung der Fota gewesen sein. Sie ist - inoffiziell - wie Stewart der Ansicht, dass der Fia-Chef als Regelmacher und Überwacher vor allem seine Machtposition gesichert hat. Die letzten Regeländerungen bestimmte Mosley, ohne die Rennställe einzubinden. Sein letztes Verhandlungsangebot lehnten die Teams ab, weil sie sich vorher verbindlich für die Formel 1 2010 hätten einschreiben müssen. Mosley wiederum hat den Versuch, die drohende Abwanderung mit juristischen Schritten zu unterbinden, wieder fallenlassen.

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