24.03.2009 · Ich betrachte es als bewusste Irreführung, jetzt wieder das virtuelle Bildschirmmorden als gefährliche Hemmschwellensenkung anzuprangern, uns aber jede Erklärung schuldig zu bleiben, wozu schon Sechzehnjährige im Schützenverein sich ...
Ich betrachte es als bewusste Irreführung, jetzt wieder das virtuelle Bildschirmmorden als gefährliche Hemmschwellensenkung anzuprangern, uns aber jede Erklärung schuldig zu bleiben, wozu schon Sechzehnjährige im Schützenverein sich nach Lust und Laune in der Übung mit tödlichen Waffen, wie im Falle des Schulmörders von Winnenden auch der Beretta, vervollkommnen dürfen? Diese Pistole gilt als nicht leicht zu handhaben, sodass sie ohne Gewöhnung vielleicht nicht zur Tatausführung hätte dienen können. Man versucht uns damit einzulullen, dass wir seit dem Erfurter Massaker eines der strengsten Waffengesetze hätten. Wenn die eine so verfrühte Schießgewöhnung Unreifer erlauben, dann fühlt man sich doch für dumm verkauft. Die nächsten Jugendpsychopathen schießen sich heute und morgen also schon mal weiter scharf ein, unter fachkundiger Anleitung Erwachsener.
Guido Kohlbecher, Neustadt/Wied