18.10.2009 · Zur Verleihung des Friedensnobelpreises an Barack Obama: Meine erste Reaktion beim Lesen der Titelzeile der Samstags-Ausgabe der F.A.Z. war wie die von Obamas Sprecher Gibbs: Wow! Dann folgte ich, zunächst interessiert, den mehr differenzierten Kommentaren und Bemerkungen auf den Folgeseiten.
Zur Verleihung des Friedensnobelpreises an Barack Obama: Meine erste Reaktion beim Lesen der Titelzeile der Samstags-Ausgabe der F.A.Z. war wie die von Obamas Sprecher Gibbs: Wow! Dann folgte ich, zunächst interessiert, den mehr differenzierten Kommentaren und Bemerkungen auf den Folgeseiten. Fragte mich auch, ob der Preis nicht eher Bürde als Hilfe bei den anstehenden friedensschaffenden Bemühungen Obamas sein wird. Später wurde ich aber zunehmend konsterniert. Der Hauptvorwurf, der Obama gemacht wird, ist, dass er schließlich noch nichts erreicht habe. Wenn man geschlossene Friedensverträge zum Maßstab nimmt, stimmt das sicherlich. Aber ebenso, wie letztlich Reden keine Taten ersetzen können, gibt es den Tatbestand unterlassener Hilfeleistung beim Einleiten solcher Taten. Obama verdient unser aller Unterstützung und benötigt nicht, je nach Gesinnung, ätzender, schlaumeierischer oder feuilletonistisch-ausgefeilter Gegenrede. Was soll der Mann allein denn noch alles erreichen? Seien wir als Weltgemeinschaft doch froh, ihn zu haben und machen wir uns bei seiner Arbeit zum Teil der Lösung, nicht des Problems.
Reimar Paschke, Königsbrunn