07.10.2004 · Neuer Höchstpreis für Rohöl / Auch Metallpreise auf Rekordniveau
bf. FRANKFURT, 7. Oktober. Der Anstieg der Öl- und Metallpreise hat den weithin beachteten CRB-Index für Rohstoffe am Donnerstag auf den höchsten Stand in 23 Jahren getrieben. Der vielbeachtete Index, der aus den Terminpreisen von 17 Rohstoffen berechnet wird, stieg um 0,46 auf 286,22 Punkte und erreichte damit den höchsten Stand seit Mai 1981. Zu dem Anstieg trug bei, daß der Terminkontrakt auf Rohöl mit Lieferung im November in New York am Donnerstag zeitweilig das Rekordniveau von 53,00 Dollar erreichte. Zudem sind auch die Preise für Kupfer und Aluminium an der Terminbörse in London jeweils auf Neunjahreshochs gestiegen. Auch die Preise für Blei und Zink erreichten mehrjährige Höchststände.
Hinter den Preisanstiegen steht, daß die Nachfrage kräftig zugenommen hat, weil die Weltwirtschaft in diesem Jahr fast 5 Prozent wachsen wird, so schnell wie seit zwei Jahrzehnten nicht mehr. Den Ölpreis treiben zudem Sorgen über Förderausfälle aufgrund der Schäden durch die Wirbelstürme sowie durch politische Unruhen in mehreren Ländern. Am Donnerstag kamen die neuen Reserveschätzungen des amerikanischen Energieministeriums vom Vortag als Preistreiber hinzu. Die Rohölreserven Amerikas legten demnach um 1,1 Millionen auf 274 Millionen Barrel zu. Das war ein geringerer Anstieg als erwartet. Die Destillat-Reserven, einschließlich Heizöl und Dieseltreibstoff, fielen viel stärker als prognostiziert um 2,1 Millionen auf 123,4 Millionen Barrel.
Die Rekord-Ölpreise schlagen auch auf den Kraftstoffmarkt durch. Der Preis für Diesel an deutschen Tankstellen erreichte mit rund 1,04 Euro am Donnerstag einen Höchststand. Super-Benzin lag um einen Cent unter der Rekordmarke von 1,21 Euro.