16.02.2010 · Wiesbaden (lhe). Immer mehr Steuersünder mit Geld im Ausland melden sich mit Selbstanzeigen bei hessischen Finanzämtern. Bisher seien 330 derartige Anzeigen gestellt worden, teilte das Finanzministerium in Wiesbaden mit.
Wiesbaden (lhe). Immer mehr Steuersünder mit Geld im Ausland melden sich mit Selbstanzeigen bei hessischen Finanzämtern. Bisher seien 330 derartige Anzeigen gestellt worden, teilte das Finanzministerium in Wiesbaden mit. Die Bürger reagieren damit offenbar auf die drohende Auswertung von gestohlenen Steuerdaten aus der Schweiz. Finanzminister Karlheinz Weimar (CDU) betonte, für Selbstanzeigen sei es noch nicht zu spät. Hinweisen auf den Datenträgern werde Hessen mit aller Härte nachgehen. Bei den Selbstanzeigen gibt es ein deutliches Süd-Nord-Gefälle. In Frankfurt haben sich bisher 40 Steuersünder bei den Finanzämtern gemeldet. In Bad Homburg waren es 34, in Darmstadt 33 und in Hofheim 25. In Nordhessen zeigten sich dagegen in den Städten und Kreisen nur vereinzelte Bürger selbst an.