13.10.2008 · Rüsselsheim (dpa). Die Krise des Mutterkonzerns General Motors (GM) wird bei Opel nach Unternehmensangaben keinen Stellenabbau nach sich ziehen. "Stellenstreichungen sind kein Thema", sagte gestern ein Opel-Sprecher.
Rüsselsheim (dpa). Die Krise des Mutterkonzerns General Motors (GM) wird bei Opel nach Unternehmensangaben keinen Stellenabbau nach sich ziehen. "Stellenstreichungen sind kein Thema", sagte gestern ein Opel-Sprecher. Es gelte für die deutschen Werke weiterhin der "Zukunftsvertrag 2010", der den Abbau von Arbeitsplätzen bis 2010 ausschließt. Nach Milliardenverlusten droht GM und anderen verschuldeten nordamerikanischen Autobauern das Geld auszugehen.
Fusionspläne von General Motors mit seinem amerikanischen Konkurrenten Chrysler sehen die Arbeitnehmervertreter skeptisch. "Wenn sich zwei Fußkranke zusammentun, werden sie keinen Marathon gewinnen", sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz. GM erwägt nach Medienberichten den Kauf von Chrysler.
Der Betriebsrat befürchtet einen Kampf um Aufträge in der Fahrzeugentwicklung zwischen Opel und GM. Es gebe Pläne, dass Ingenieure des Mutterkonzerns künftig Modelle entwickeln sollen, für die bislang das europäische Entwicklungszentrum in Rüsselsheim verantwortlich war. Das Unternehmen wollte dies nicht kommentieren.