13.01.2010 · lat. MAIN-TAUNUS-KEIS. Die SPD-Landtagsabgeordnete Nancy Faeser und die Hattersheimer Erste Stadträtin Karin Schnick (Grüne) habe eine Studie zu den Auswirkungen von Fluglärm auf die Gesundheit der Bewohner des Rhein-Main-Gebiets gefordert.
lat. MAIN-TAUNUS-KEIS. Die SPD-Landtagsabgeordnete Nancy Faeser und die Hattersheimer Erste Stadträtin Karin Schnick (Grüne) habe eine Studie zu den Auswirkungen von Fluglärm auf die Gesundheit der Bewohner des Rhein-Main-Gebiets gefordert. Der SPD-Kreistagsfraktionsvorsitzende Karl Thumser wandte sich an Landrat Berthold Gall (CDU): Dieser müsse eine Kostenbeteiligung des Kreises an einer solchen Studie zusagen.
Mit diesen Forderungen reagierten SPD und Grüne auf eine Veranstaltung zum Thema Fluglärm in Flörsheim am vergangenen Donnerstag. Dabei hatte der Bremer Epidemiologe Eberhard Greiser von einer erhöhten Gesundheitsgefährdung rund um den Flughafen Köln-Bonn berichtet (F.A.Z. vom Samstag). Die in Flörsheim präsentierte Studie stellte einen Zusammenhang her zwischen wachsendem Fluglärm und einem erhöhten Risiko für Schlaganfälle und Herzerkrankungen.
Für den Main-Taunus-Kreis befürchte die SPD ein düsteres Bild, sagte Faeser. Besonders betroffen seien die Bewohner von Flörsheim, Hofheim, Hattersheim und Hochheim. Da der Zusammenhang zwischen gesundheitlichen Risiken und Fluglärm nachgewiesen worden sei, müsse der Kreis zum Schutz der Bürger reagieren und eine eigene Studie einfordern. Sie werde bei diesem Anliegen von den drei Bürgermeistern Michael Antenbrink aus Flörsheim, Hans Franssen aus Hattersheim und Gisela Stang aus Hofheim (alle SPD) unterstützt. Durch die Studie sei klar, dass Fluglärm eine viel größere Bedrohung für die Gesundheit der Menschen in der Region darstelle. Die Hessische Landesregierung müsse deshalb untersuchen lassen, welche gesundheitlichen Gefahren bestünden und wie die Bürger davor geschützt werden könnten.
Nur mit harten, wissenschaftlich untermauerten Fakten könne die CDU/FDP-Bundesregierung davon abgehalten werden, das Luftverkehrsgesetz so zu ändern, dass am Ende die Gesundheit der Menschen auf der Strecke bleibe, meint die Grünen-Stadträtin Schnick aus Hattersheim. Falls sich die Landesregierung beratungsresistent zeige, gebe es zumindest die Hoffnung, dass die Gerichte die Erkenntnisse bei ihren Entscheidungen berücksichtigten.