20.08.2010 · lish. FRANKFURT. Als Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) symbolisch den Knopf drückt, passiert nichts. Gegen den Vorführeffekt war die neue Sortieranlage im Briefzentrum der Deutschen Post in Frankfurt nicht gewappnet.
lish. FRANKFURT. Als Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) symbolisch den Knopf drückt, passiert nichts. Gegen den Vorführeffekt war die neue Sortieranlage im Briefzentrum der Deutschen Post in Frankfurt nicht gewappnet. Zehn Millionen Euro hat der Konzern in die neue Maschine investiert. "Das ist eine Weltmarktentwicklung", sagt Rüdiger Hirsch, Leiter der Briefniederlassung Frankfurt.
Roth lobte bei der Eröffnung die Deutsche Post und Siemens, den Hersteller der Maschinen, für ihr Engagement am Standort Frankfurt. Die sieben neuen Sortieranlagen sollen - wenn sie denn funktionieren - 41 000 Standard-Briefe in der Stunde verarbeiten. Zum Vergleich: Das Vorgängermodell schaffte in dieser Zeit gerade einmal 30 000. Die neuen Maschinen erleichtern außerdem Briefträgern die Arbeit: Sie erkennen Städte schneller und ordnen Briefe mit Hilfe eines Navigationssystems nach Adressen in der Reihenfolge, in der die Briefträger die Post zustellen.
Das spart nicht nur Zeit, sondern bedarf auch weniger Mitarbeiter. Betriebsbedingte Kündigungen schließt Hirsch aber bis Ende 2011 aus. Gegenwärtig arbeiten 5000 Mitarbeiter für die Brief-Niederlassung Frankfurt, 4,5 Millionen Briefe werden hier am Tag bearbeitet. Allerdings schreiben die Deutschen immer weniger Briefe. Hirsch hofft auf neue Kunden durch den E-Postbrief, mit dem seit kurzem auch im Internet aufgegebene Schreiben in händische Briefe umgewandelt werden können.