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Parkplatzfrage ungelöst

26.05.2009 ·  Anwohner fürchten Chaos rund um FSV-Stadion

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Für das sanierte FSV-Stadion am Bornheimer Hang gibt es bisher kein Parkkonzept. Dies wurde in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats 11 deutlich. Das Stadion sollte ursprünglich in wenigen Wochen eröffnet werden. Außer dem Parkplatzproblem ist jedoch, wie berichtet, auch die Frage ungelöst, wie die Autofahrer auf der A 661 vor der Blendwirkung der neuen Flutlichtanlage geschützt werden können.

Der Ortsbeirat hatte am Montag Auskünfte zur Verkehrsregelung und Parkplatzsituation am FSV-Gelände erwartet; entgegen der Ankündigung in der Tagesordnung waren Vertreter der Stadt aber nicht erschienen. Stattdessen ist Ortsvorsteher Johnney Zimmermann (CDU) nach eigenen Angaben zuvor kurzfristig vom Verkehrsdezernat darauf hingewiesen worden, dass die an ein Planungsbüro vergebene Verkehrs- und Parkplatzplanung noch nicht abgeschlossen sei.

Anwohner aus dem Riederwald reagierten empört; sie wiesen darauf hin, dass der Stadtteil schon vor dem Umbau des Stadions bei Fußballspielen regelmäßig zugeparkt worden sei. Künftig sei sogar mit noch größerem Andrang zu rechnen: Nach Angaben von Clemens Krüger von der Geschäftsführung des Fußballvereins werden bei Heimspielen künftig durchschnittlich 7500 Zuschauer erwartet; im alten Stadion seien es rund 3500 gewesen.

Krüger sagte, der Verein sei bemüht, die Parkplatzfrage zu lösen. Noch sei aber offen, ob etwa das Park & Ride-Haus an der Borsigallee und der Kundenparkplatz der Metro genutzt werden könnten. Auf dem FSV-Gelände selbst seien allenfalls 170 Stellplätze verfügbar. Der Festplatz am Ratsweg werde nur eingeschränkt als Parkplatz dienen können, weil dort für mehrere Wochen im Jahr die Dippemess' gastiere; zudem würden wegen des Baus eines Veranstaltungszeltes an der Eissporthalle rund 125 Stellplätze wegfallen.

Stadtteilpolitiker schlugen vor, Parkscheine zu verteilen, mit denen nur Anwohner ins Quartier einfahren könnten; die Wohnstraßen sollten mit Schlagbäumen gesperrt werden. Nach Angaben von Krüger ist der Verein bereit, private Ordnungskräfte zu bezahlen, um den Verkehr rund ums Stadion mitzuregeln. Grundsätzlich sei es aber Sache der Stadt, das Parkproblem bei Veranstaltungen im Stadion, auf dem Festplatz oder in der Eissporthalle in den Griff zu bekommen.

Unterdessen hat der FDP-Kreisvorsitzende Dirk Pfeil gefordert, für das Stadion eine Betreibergesellschaft zu gründen. Ihr sollten Vertreter der Stadt, des FSV, des 1. FFC, der Eintracht und ein Facilitymanager angehören. Pfeil erinnerte daran, dass die Liberalen eine solche Lösung einst für die Commerzbank-Arena vorgeschlagen hätten, jedoch nicht gehört worden seien. Nach seiner Auffassung könnte das Stadion im Stadtwald heute deutlich wirtschaftlicher betrieben werden, als es mit der stattdessen gewählten Unternehmenskonstruktion der Fall sei. beg.

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