04.10.2009 · Die Panne um nicht eingeholte Ausnahmegenehmigungen für Schüler der Strothoff International School kommentierten wir in "Absonderung unerwünscht" (F.A.Z. vom 24. September). Gebe Herrn Trautsch insoweit recht, als dass auch ich die Hände reibe.
Die Panne um nicht eingeholte Ausnahmegenehmigungen für Schüler der Strothoff International School kommentierten wir in "Absonderung unerwünscht" (F.A.Z. vom 24. September).
Gebe Herrn Trautsch insoweit recht, als dass auch ich die Hände reibe. Kommentar ist durchgängig in Ordnung, außer der Elitenbemerkung. Die Schülerinnen und Schüler der Schule sind nicht qua Finanzen der Eltern Elite, sie müssen das durch Lernergebnisse beweisen. Leider wird die Zugehörigkeit zu dieser Schule, so glaube ich, eher ein Statussymbol nach der Devise "Mein Kind geht auf die Strothoff", als dass man genau prüft, ob diese Schule tatsächlich für das Kind das Beste ist. Wir haben im Rhein-Main-Gebiet ausgewiesen gute öffentliche (zum Beispiel Lessing und Gagern in Frankfurt) und private Schulen (zum Beispiel Anna-Schmidt in Frankfurt). Keine der unstreitig und nachweislich erfolgreichen Privatschulen kassiert solche Summen an Schulgeld wie die Strothoffsche.
Deshalb ist sie auch eine Ergänzungsschule, mit all den Voraussetzungen, die die Schüler, wie zu sehen, noch nicht erfüllen. Bei dem Qualitätsanspruch schon irritierend. Oder war da etwa ein durchgeschlüpfter Vollbartträger oder Ohrringträger schuld?
- Gerhard H. Gräber, Neu-Isenburg