03.11.2009 · jv. Frankfurt. In der Hotellerie ist die Krise noch lange nicht zu Ende, im Gegenteil steuert sie auf einen Höhepunkt in nächsten Jahr zu. Diese These hat gestern bei einem Gespräch zur Lage des deutschen Hotelmarkts in Frankfurt Dirk Feid von der Beratungsgesellschaft Treugast vertreten.
jv. Frankfurt. In der Hotellerie ist die Krise noch lange nicht zu Ende, im Gegenteil steuert sie auf einen Höhepunkt in nächsten Jahr zu. Diese These hat gestern bei einem Gespräch zur Lage des deutschen Hotelmarkts in Frankfurt Dirk Feid von der Beratungsgesellschaft Treugast vertreten. Deutschlandweit habe in den ersten neun Monaten dieses Jahres der Revpar (Logiserlös je verfügbares Zimmer) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwölf Prozent abgenommen. Erfahrungen aus der Vergangenheit hätten gezeigt, dass der Zeitraum für Konsolidierungen drei bis fünf Jahre betrage.
Gespeist würden seine Thesen, sagte Feid, von der Annahme, dass auf den Rückgang des Geschäftsreisevolumens der Rückgang des Individualtourismus folgen werde, weil die Arbeitslosenzahlen noch stark steigen würden. "Gereist wird immer", sagte dagegen Hanno Weiß, Leiter des Geschäftsbereichs Immobilien der Lloyd Fonds AG, weshalb Fondsgesellschaften nach wie vor in Hotelimmobilien investierten - heute lieber als vor drei Jahren, als die hohe Zahl ausländischer Kapitalgeber die Preise in die Höhe getrieben habe. Anders als Feid sieht Weiß 2010 nicht als Krisenjahr. Eine Übereinstimmung gibt es dennoch: Beide sagen die höchsten Erträge mittelfristig dem sogenannten Budgetmarkt voraus.