14.12.2009 · ale. FRANKFURT. Die Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt in der Rhein-Main-Region werde künftig nur schwer zu befriedigen sein. Zu diesem Schluss kommt Mathias Müller, Präsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt (IHK), auf Grundlage ...
ale. FRANKFURT. Die Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt in der Rhein-Main-Region werde künftig nur schwer zu befriedigen sein. Zu diesem Schluss kommt Mathias Müller, Präsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt (IHK), auf Grundlage der aktuellen Studie seines Hauses zur Bau- und Immobilienwirtschaft. Immer weniger Wohnungen würden fertiggestellt, während die Zahl der Einwohner und der Haushalte wachse. Während im Jahr 1999 noch 24000 Wohnungen fertiggestellt worden seien, seien es im Jahr 2008 nur 11500 gewesen. Im gleichen Zeitraum sei die Zahl der Haushalte in der Region um 4,8 Prozent gestiegen, die Bevölkerung in Frankfurt sei um 3,3 Prozent gewachsen.
Müller hob hervor, die Attraktivität der Region hänge auch von einem interessanten Wohnungsangebot ab. Er warb dafür, in Pilotprojekten neue Wohnmodelle zu erproben. Dazu gehörten beispielsweise "lebensphasen-unabhängige", neutrale Grundrisse. Müller ermahnte die Kommunen, hier tätig zu werden, um im Metropolenwettbewerb punkten zu können.
Müller forderte außerdem, das Bauvolumen zu steigern. So sollte die degressive Absetzung für Abnutzung (Afa) wieder eingeführt werden. Auch sollten Familien, und zwar auch solche mit höheren Einkommen, gefördert werden. Der Wohnungsbau findet laut IHK-Studie vor allem außerhalb der Kernstädte statt; im Jahr 2008 waren es 71 Prozent der Wohnungen. Die durchschnittliche Wohnfläche je Haushalt beträgt in Frankfurt und Darmstadt 72 Quadratmeter, im Umland sind es 97,7 Quadratmeter.