Home
http://www.faz.net/-1wc-12edh
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER
Aktuelle Nachrichten online - FAZ.NET

Beschlüsse der Ortsbeiräte

29.04.2009 ·  Die an zentraler Stelle des künftigen Europaviertels geplante Grünanlage soll nach Ansicht des Ortsbeirats künftig schlicht den Namen "Europagarten" tragen. Die Stadtteilvertreter, denen es obliegt, über die Benennung von öffentlichen ...

Artikel Lesermeinungen (0)

Ortsbeirat 1

Altstadt, Bahnhof, Innenstadt, Europaviertel, Gallus, Gutleut

Die an zentraler Stelle des künftigen Europaviertels geplante Grünanlage soll nach Ansicht des Ortsbeirats künftig schlicht den Namen "Europagarten" tragen. Die Stadtteilvertreter, denen es obliegt, über die Benennung von öffentlichen Straßen, Plätzen und Grünanlagen zu entscheiden, bestätigten damit den schon bei der Planung der öffentlichen Grünfläche verwandten Arbeitstitel. "Europagarten" sei ein einfacher, logischer und kurzer Name, der auch keine Verwechslungsgefahr mit anderen Parks berge, meinten die Vertreter von CDU und SPD, die in einem gemeinsamen Antrag die Benennung vorgeschlagen hatten. Die rund 5,6 Hektar große Parkanlage soll nach einem Entwurf des Büros "Realis Landschaftsarchitekten" in dem westlich der Emser Brücke gelegenen Abschnitt des Europaviertels angelegt werden und dort ein verbindendes Element zwischen den umliegenden Stadtteilen Gallus und Kuhwald sowie dem benachbarten Messegelände darstellen.

Ortsbeirat 4

Bornheim, Ostend

Die Stadtteilvertreter haben sich dafür ausgesprochen, die im Ostend gelegene Holzmannstraße in Philipp-Holzmann-Straße umzubenennen. In Frankfurt sollte unmissverständlich an den Unternehmer erinnert werden; immerhin zählte das von Philipp Holzmann gegründete Bauunternehmen zu "den prägenden Faktoren Frankfurts" während der vergangenen 160 Jahre. So wirkte das Unternehmen beispielsweise am Bau des Hauptbahnhofs, der Alten Oper, der Siedlungen Hellerhof und Riederwald und am Wiederaufbau des Goethe-Hauses mit. Trotz der Insolvenz des Unternehmens sollten diese Verdienste nicht vergessen werden.

Ortsbeirat 2

Bockenheim, Kuhwald, Westend

Viele Bürger sprechen einfach nur vom Westbahnhof, offiziell wird der in Bockenheim gelegene Haltepunkt der Deutschen Bahn "Frankfurt (Main) West" genannt. Der Ortsbeirat hingegen hat nun dafür plädiert, der Station den früher verwandten Namen "Bahnhof Bockenheim" zu geben oder ersatzweise "Bahnhof Frankfurt-Bockenheim" zu verwenden. Antragsteller Wolf von Egloffstein (CDU) wies auf die Geschichte der Bahnstation hin, die im Jahr 1848 an der Trasse der nach Kassel führenden Main-Weser-Bahn errichtet worden sei. Damals sei Bockenheim eine eigenständige Stadt gewesen, bis es dann 1895 nach Frankfurt eingemeindet worden sei. Die eigene Identität und Geschichte als selbständige Stadt trage noch heute wesentlich zur Attraktivität des Stadtteils bei, meinte von Egloffstein. Im vorhandenen Straßenbild lasse sich die Stadtteilhistorie aber nur noch vereinzelt ablesen. Umso hilfreicher wäre es, wenn durch eine Umbenennung die Identität des Stadtviertels unterstrichen würde. Zudem befinde sich der ursprünglich am Stadtrand gelegene Bahnhof nunmehr in der geographischen Mitte Bockenheims, nachdem die "City West" erschlossen und bebaut worden sei. Den einst von Investoren gewählten und ebenso in den Sprachgebrauch übergegangenen Namen des Wohn- und Geschäftsviertels empfanden die Stadtteilvertreter ebenso als unpassend.

Ortsbeirat 5

Niederrad, Oberrad, Sachsenhausen

Der Ortsbeirat unterstützt die Ausbaupläne für den in Oberrad von Linda von Nordheim betriebenen Reiterhof, auf dem heilpädagogisches Reiten für behinderte Kinder angeboten wird. Derzeit liegt der Hof am Hansenweg; weil das Gelände dort aber als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen sei, könne der Hof nicht wie gewünscht erweitert werden. Ersatzweise möchte Hofbetreiberin Nordheim darum auf einem Gelände der Tellersiedlung, am südöstlichen Rand des Stadtteils, ihren neuen und größeren Hof errichten. Dort stößt das Vorhaben aber auf den Widerstand von Anwohnern, die den Standort für nicht geeignet halten, weil sie mehr Verkehr, mehr Lärm und Geruchsbelästigungen durch Pferdemist befürchten. Der Ortsbeirat hat sich nunmehr dafür ausgesprochen, übergangsweise ein Bewegungszelt zum Reiten am Hansenweg aufzustellen und so die Platzprobleme dort zu mildern. Zudem solle der Magistrat prüfen, auf welchen Grundstücken im Süden des Ortsbezirks das Betreiberkonzept des Reitclubs umgesetzt werden könne.

Ortsbeirat 6

Goldstein, Griesheim, Höchst, Nied, Schwanheim, Sindlingen, Sossenheim, Unterliederbach, Zeilsheim

Das frühere Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr in Schwanheim könnte nach Ansicht des Ortsbeirats weiter genutzt werden. Derzeit stehe das Gebäude an der Martinskirchstraße leer, seitdem die freiwilligen Brandschützer in ein neues Domizil an der Straße Zur Frankenfurt gezogen seien. Die Stadtteilpolitiker wiesen darauf hin, dass es im Stadtteil weiterhin an Einrichtungen zur Betreuung von Kindern und Senioren fehle. Der Magistrat solle darum prüfen, ob das Gerätehaus zur Einrichtung einer Kindertagesstätte mit Hortplätzen und Kleinkinderbetreuung oder eines Seniorencafés geeignet sei. Auch eine Nutzung als Bürgertreff sollte erwogen werden. beg.

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen