22.06.2009 · as. ASCHAFFENBURG/FRANKFURT. Verständnis für die Forderung Offenbachs, an den Gewerbesteuerzahlungen des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport beteiligt zu werden, hat Fraport-Chef Wilhelm Bender auf einem Symposion in Aschaffenburg zur Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main geäußert.
as. ASCHAFFENBURG/FRANKFURT. Verständnis für die Forderung Offenbachs, an den Gewerbesteuerzahlungen des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport beteiligt zu werden, hat Fraport-Chef Wilhelm Bender auf einem Symposion in Aschaffenburg zur Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main geäußert. In der Debatte war es auch um die "Zersplitterung" der Region gegangen, die sich Streitigkeiten und Eifersüchteleien leiste, statt die Potentiale zu nutzen. Bender hatte an die Diskussion über den Flughafenausbau erinnert, der in seinen Augen für die "Überlebensfähigkeit" der Region eminent wichtig ist. Er ließ erkennen, dass er sich in dieser Frage mehr Unterstützung gewünscht hätte. Zu der nicht nur von Offenbach seit langem erhobenen Forderung, einen Teil der Gewerbesteuersumme des Flughafenbetreibers zu erhalten, sagte er: "Das ist keine dumme Idee."
Derzeit fließt Frankfurt rund 80 Prozent dieser Steuereinnahmen zu, die in guten Unternehmensjahren bis zu 100 Millionen Euro betragen. Etliche Kommunen im Rhein-Main-Gebiet verlangten bislang vergeblich, bei der Aufsplittung der Gewerbesteuer nicht nur die Arbeitslöhne an den verschiedenen Betriebsstätten des Flughafens zu berücksichtigen, sondern auch Belastungen wie Lärm und Siedlungsbeschränkungen. Offenbachs Oberbürgermeister Horst Schneider (SPD) sprach von einem ausgewogenen "Lasten- und Lustausgleich". Künftig kann er sich mit Bender auf einen prominenten Fürsprecher dieser Idee berufen.