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Bedenken gegen die Ikea-Holzhäuser CDU/FDP-Koalition verschiebt Beschluss zum Projekt in Langenhain

04.02.2010 ·  lat. HOFHEIM. Auf die Kritik aus dem Stadtteil Langenhain an dem geplanten Bau von 18 preiswerten Holzhäusern des schwedischen Möbelherstellers Ikea am Ortsrand hat am Mittwochabend die CDU/FDP-Koalition in der Stadtverordnetenversammlung reagiert.

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lat. HOFHEIM. Auf die Kritik aus dem Stadtteil Langenhain an dem geplanten Bau von 18 preiswerten Holzhäusern des schwedischen Möbelherstellers Ikea am Ortsrand hat am Mittwochabend die CDU/FDP-Koalition in der Stadtverordnetenversammlung reagiert. Der CDU-Stadtverordnete Frank Härder beantragte, den Beschluss des Bebauungsplans für das 3800 Quadratmeter große Areal "Südlich der Eichen" zu vertagen. Seine Fraktion habe angesichts der Veränderungen im Bebauungsplan noch Informationsbedarf, der nur im Planungsausschuss geklärt werden könne, sagte Härder. Dort soll nun Ikea nochmals das Konzept für die Holzhäuser darlegen. Über die Vorlage wurde nicht abgestimmt. Das Möbelhaus Ikea will nach eigener Darstellung aber schon im April mit dem Verkauf der Häuser mit einer Nutzfläche von 100 Quadratmetern auf zwei Ebenen beginnen, die das Unternehmen Bien-Zenker in Lizenz für den schwedischen Anbieter Boklok bauen soll.

Neben dem Vorhaben in Langenhain plant der Möbelkonzern ähnliche Projekte in Wiesbaden, Offenbach und Nürnberg. Nach den Plänen sollen die preiswerten Fertighäuser, die in Offenbach für 175 000 Euro angeboten werden, schräg gegenüber dem Wohnblock der Hofheimer Wohnungsbaugesellschaft entstehen. Härder, von Beruf Architekt, war schon bei der ersten Präsentation des Projekts wenig begeistert und sagte damals, die Häuser erinnerten ihn an die nach dem Krieg errichteten Behelfsbaracken.

In der Stadtverordnetenversammlung stieß der Rückzug der CDU auf erboste Reaktion bei Stadtrat Wolfgang Winckler (SPD). Es seien "abenteuerliche Dinge", die Härder hier hervorbringe, erwiderte der Baudezernent. Die Gründe für die Vertagung seien an den Haaren herbeigezogen, weil die CDU ihre Klientel bedienen wolle, vermutete Winckler.

Die Stimmung sei in Langenhain in den vergangenen Wochen sehr hoch gekocht, entgegnete der CDU-Fraktionsvorsitzende Michael Henninger. Es gehe ihm darum, eine Lösung zu finden. Auch Härder wies die Anwürfe Wincklers zurück. Die für die Holzhäuser vorgesehene Architektur sei nun mal "alles andere als kreativ". Man müsse sich doch fragen dürfen, ob es wirklich notwendig sei, "so etwas nach Langenhain zu setzen". Es sei traurig, wie wenig ernsthaft die CDU hier diskutiere, entgegnete Winckler.

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