13.05.2010 · Berlin, 13. Mai (dpa). Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) steigt nun doch aus der Islamkonferenz aus. Die am Montag in zweiter Auflage beginnende Konferenz formuliere keine konkreten Ziele, ihre Zusammensetzung sei falsch, ...
Berlin, 13. Mai (dpa). Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) steigt nun doch aus der Islamkonferenz aus. Die am Montag in zweiter Auflage beginnende Konferenz formuliere keine konkreten Ziele, ihre Zusammensetzung sei falsch, und das Thema Islamfeindlichkeit werde nicht angemessen behandelt, kritisierte der Zentralrat am Mittwoch. Im ausrichtenden Bundesinnenministerium hieß es, der Schritt sei "bedauerlich", stehe einem Erfolg des wichtigen Dialogforums aber nicht im Weg. "Die Islamkonferenz ist und bleibt eine von der Bundesregierung verordnete Konferenz", sagte der ZMD-Vorsitzende Ayyub Axel Köhler zur Begründung der Absage. Das Innenministerium sei dem Zentralrat bis zuletzt in keinem Punkt entgegengekommen. Sprecher von CDU, SPD und FDP kritisierten den ZMD, die Grünen sahen die Neuauflage der Konferenz gescheitert. Schuld daran sei das Innenministerium. (Siehe Kommentar, Seite 10.)