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Stipendien für Arbeiten zur SED-Geschichte

08.04.2010 ·  mk. BERLIN, 8. April. Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur hat am Donnerstag in Berlin einen von ihr mit sechs Stipendien geförderten Forschungsverbund vorgestellt, der sich der "SED-Geschichte zwischen Mauerbau und Mauerfall" widmet.

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mk. BERLIN, 8. April. Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur hat am Donnerstag in Berlin einen von ihr mit sechs Stipendien geförderten Forschungsverbund vorgestellt, der sich der "SED-Geschichte zwischen Mauerbau und Mauerfall" widmet. Gut erforscht seien die frühen Jahre, die Zwangsvereinigung von SPD und KPD zur SED 1946, die Ära des DDR-Stalinismus und der Parteisäuberungen sowie das Ende der DDR. Der Staatssicherheit habe man bisher mehr Aufmerksamkeit gewidmet als der SED, ihrem Auftraggeber, sagte die Geschäftsführerin der Stiftung, Anne Kaminsky. Das bestätigten Jens Gieseke vom Potsdamer Zentrum für Zeithistorische Forschung und Andreas Malycha vom Institut für Zeitgeschichte in Berlin, deren Einrichtungen am neuen Projektverbund beteiligt sind. Gieseke sagte, 2,3 Millionen Personen, "fast jeder fünfte erwachsene DDR-Bürger", seien in der SED gewesen. Die Partei habe ihre Mitgliederkartei 1990 vernichtet. Malycha sagte, die 1995 veröffentlichten Ergebnisse der 1. Enquetekommission zur Aufarbeitung der SED-Diktatur seien nur unzureichend rezipiert worden.

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