26.06.2009 · rso. STUTTGART, 26. Juni. Die Schwäbische Alb wird das 15. Unesco-Biosphärenreservat in Deutschland. Die Unesco hat den Landschaftsraum östlich von Reutlingen offiziell als Reservat anerkannt. Es ist 85 269 Hektar groß und erstreckt ...
rso. STUTTGART, 26. Juni. Die Schwäbische Alb wird das 15. Unesco-Biosphärenreservat in Deutschland. Die Unesco hat den Landschaftsraum östlich von Reutlingen offiziell als Reservat anerkannt. Es ist 85 269 Hektar groß und erstreckt sich vom südlich von Stuttgart gelegenen Albvorland fast bis zur Donau. Die Landesregierung und die dortigen Gemeinden setzen sich seit 2005 für die Ausweisung des Biosphärengebiets ein. Anlass hierfür war vor allem die Aufgabe des 6700 Hektar großen Bundeswehr-Truppenübungsplatzes Münsingen, der seit 2006 öffentlich zugänglich ist und für den ein Nutzungskonzept gefunden werden musste. Auf diesem Gebiet hat sich der Landschaftscharakter und ein Bestand von Flora und Fauna erhalten, wie er vor hundert Jahren für die Schwäbische Alb typisch war. Ministerpräsident Oettinger (CDU) hatte das Vorhaben als "Leuchtturmprojekt" bezeichnet. Das Land gibt pro Jahr 730 000 Euro für Projekte zum Landschaftsschutz und zur Entwicklung des Gebiets aus. Das Reservat, das in der Nähe eines Ballungsraumes liegt, bietet etwa dem seltenen Schwarzspecht Brutmöglichkeiten in alten Bäumen. Auf den Weideflächen finden sich seltene Orchideenarten wie zum Beispiel das "Helm-Knabenkraut". Landwirtschaftsminister Hauk (CDU) sagte, die Anerkennung als Unesco-Biosphärenreservat trage zur Entwicklung von Tagestourismus und Landwirtschaft bei.