06.07.2009 · eika. KAIRO, 6. Juli. Die am vergangenen Mittwoch im Dresdner Landgericht getötete Ägypterin Marwa al-Scharbini ist am Montag in Alexandria mit großem Geleit beerdigt worden. In der ägyptischen Presse - viele Zeitungen betrauerten ...
eika. KAIRO, 6. Juli. Die am vergangenen Mittwoch im Dresdner Landgericht getötete Ägypterin Marwa al-Scharbini ist am Montag in Alexandria mit großem Geleit beerdigt worden. In der ägyptischen Presse - viele Zeitungen betrauerten die junge Mutter als "Opfer des Schleiers" und "Märtyrerin" - hat die Tat die Debatte über Muslime in Europa wieder entfacht. In einem Kommentar der regierungsnahen Zeitung "Al-Ahram" hieß es: "Kein Zweifel, hier zeigt sich die Islamophobie der europäischen Gesellschaften. Europa will ein privater Club bleiben, nur für Christen." Auf den Kairoer Straßen war die Meinung über den Fall am Montag geteilt. Zu hören war auch, dies sei zwar ein schreckliches Verbrechen, aber gewiss kein Anlass für eine neue Islamophobiedebatte. Die 32 Jahre alte Apothekerin war am vergangenen Mittwoch im Dresdner Landgericht von einem Russlanddeutschen mit 18 Messerstichen getötet worden. Sie hatte ihn wegen Beleidigung angezeigt, weil er sie als "Terroristin" beschimpft haben soll.