01.02.2010 · Bei den Grammy-Verleihungen sticht Beyoncé heraus
Bei den Grammys flossen die Tränen aus allen Richtungen. Als Prince Michael und Paris, die Kinder von Michael Jackson, bei der Feier in Los Angeles am Sonntagabend für ihren verstorbenen Vater den Musikpreis für sein Lebenswerk entgegennahmen, griffen viele Zuschauer zum Taschentuch. Vor dem ersten Auftritt der Geschwister seit der Beisetzung ihres Vaters wurde Michael Jackson postum mit seinem "Earth Song" geehrt: Céline Dion, Jennifer Hudson, Usher, Carrie Underwood und Smokey Robinson sangen ihn live. Rührung erzeugte auch der Erfolg von Beyoncé (im Versace-Cut-out-Lederkleid), die sechs Musikpreise erhielt und mit brüchiger Stimme ihrem Mann dankte - aber wieder nicht an ihrer 20 Jahre alten Country-Pop-Konkurrentin Taylor Swift vorbeikam, die der R&B-Diva die wichtigste Auszeichnung für das Album des Jahres wegschnappte und weitere drei Mal geehrt wurde. Die Black Eyed Peas nahmen Grammys für das beste Pop-Gesangs-Album ("The E.N.D."), die beste Pop-Performance einer Gruppe und das beste Kurzvideo entgegen. Die Kings Of Leon wurden geehrt für die Platte des Jahres ("Use Somebody"), für den besten Rocksong und die beste Rockdarbietung. Und drei Klassik-Grammys gingen nach Stuttgart, an Produzent Andreas Neubronner und Tonmeister Peter Laenger für die beste Produktion und die beste Aufnahme eines Klassik-Albums. Bei Lady Gaga kam es gar nicht mehr darauf an, dass sie zwei Grammys für die beste Dance-Aufnahme und das beste Album in der Kategorie Electronic/Dance bekam. Da ging es nur darum, dass sie im Laufe des Abends drei Roben der Armani-Couture-Linie Privé trug. In ihrer Umlaufbahn und bei so geringer Grammy-Ausbeute flossen die Tränen dann aber nicht. (ceh.)