20.03.2009 · Die unfassbare Bluttat von Winnenden hat große Trauer und Entsetzen ausgelöst - auch und gerade unter uns Sportschützen. Selbstverständlich muss alles getan werden, um das Risiko einer Wiederholung zu minimieren.
Die unfassbare Bluttat von Winnenden hat große Trauer und Entsetzen ausgelöst - auch und gerade unter uns Sportschützen. Selbstverständlich muss alles getan werden, um das Risiko einer Wiederholung zu minimieren. Aber bitte da, wo es auch etwas nützt. Stattdessen haben Linke und Grüne, wieder einmal, die Hexenjagd auf die legalen Waffenbesitzer eröffnet. Im Verein mit selbsternannten Sicherheitsexperten und leider auch nicht wenigen Medienvertretern überbieten sie sich mit reichlich naiven Vorschlägen, die nichts zur Lösung des Problems beitragen.
So wären beispielsweise zentrale Waffen- und Munitionslager in den Schützenhäusern nichts anderes als verlockende Ziele für Kriminelle und Terroristen. Und eine Beschränkung der erlaubten Waffenanzahl pro Schütze trüge auch nichts zu mehr Sicherheit bei - dem Täter von Winnenden genügte eine einzige Waffe, die er sich ebenso gut auf dem Schwarzmarkt hätte besorgen können. Selbst ein totales Waffenverbot ist untauglich, wie das Beispiel Großbritannien zeigt. Dort steigt die Zahl der Verbrechen mit Waffeneinsatz gerade durch Jugendliche - obwohl seit einigen Jahren selbst der Besitz einer Kleinkaliber-Pistole illegal ist.
Gemeinsam ist diesen Vorschlägen, dass sie das Ende des Schießsports in Deutschland bewirken würden. Dies ist wohl das Ziel. Doch Mordwaffe kann vieles sein: ein Auto, mit dem ein Täter in eine Menschengruppe rast; Düngemittel, das in Oklahoma eine Vielzahl von Menschen in den Tod riss; eine nach Internet-rezept gebastelte Bombe; ein simples Küchenmesser. Ein entschlossener Mörder wird seine Waffe finden. Deutschland hat bereits ein sehr rigides Waffengesetz, das die legalen Waffenbesitzer stark reglementiert. Es deckt auch die Aufbewahrung erschöpfend ab. Im Fall Winnenden hat offenbar der Eigentümer der Tatwaffe dieses Gesetz nicht befolgt.
Peter Mohr, Ludwigshafen