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Leserbrief Krähwinkels Schrecken

07.12.2009 ·  Mir ist unverständlich, dass nach ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brenders verweigerter Vertragsverlängerung gejammert wird, dass die Parteien und Politker jetzt das Sagen hätten. Parteien beziehungsweise Politiker sind doch durch demokratische Wahlen legitimierte gewählte Volksvertreter.

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Mir ist unverständlich, dass nach ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brenders verweigerter Vertragsverlängerung gejammert wird, dass die Parteien und Politker jetzt das Sagen hätten. Parteien beziehungsweise Politiker sind doch durch demokratische Wahlen legitimierte gewählte Volksvertreter. Haben sie nicht schon immer alles und jedes in unserem Lande kontrolliert, überwacht und zumindest mitbestimmt? Sie bestimmen, welche Schulen es gibt, bestimmen Lehrpläne und Bildungsgänge und wie wir zu schreiben haben. Selbst die Kirchen müssen sich bei aller Autonomie staatliche Mitbestimmung gefallen lassen. Bischöfe erhalten von politischen Gremien ihr "Nihil obstat", so dass es eigentlich keine exempten Bereiche des öffentlichen Lebens gibt, wohinein Politiker nicht regieren. Sie bestimmen, was politisch korrekt ist und was nicht, sie kontrollieren alles, überwachen alles, so dass die Erinnerung an Krähwinkels Schreckenstage von Heinrich Heine immer wieder neue Nahrung erhält: Vertrauet Eurem Magistrat, Der fromm und liebend schützt den Staat, Durch huldreich hochwohlweises Walten; Euch ziemt es, stets das Maul zu halten.

Heribert Schürmann, Homberg

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