04.02.2011 · Zu Ihren Berichten über die Unruhen in Ägypten und Tunesien: Europa wünscht den aufbegehrenden Ägyptern und Tunesiern einen möglichst friedlichen Übergang zu einem demokratischen System. Die unterdrückten Menschen in diesen Ländern ...
Zu Ihren Berichten über die Unruhen in Ägypten und Tunesien: Europa wünscht den aufbegehrenden Ägyptern und Tunesiern einen möglichst friedlichen Übergang zu einem demokratischen System. Die unterdrückten Menschen in diesen Ländern sehnen sich nach einer freiheitlichen Demokratie im Sinne westlicher, also christlich geprägter Staatsformen. Leider wagen es unsere Politiker aus Gründen der Political Correctness nicht, unsere Ordnung konkret als praktisches Vorbild anzubieten. Für die Christen des Orients fordert man zwar Religionsfreiheit, die Vorstellung eines wachsenden und gesellschaftlich aktiv mitgestaltenden Christentums aber wird ängstlich tabuisiert. Dabei dürften die kommenden Monate zeigen, ob eine formale - rein liberale - Konstruktion von Demokratie nicht binnen kurzer Zeit diktatorischen Kräften zum Opfer fällt.
Ergreifen Islamisten die Macht, kommen diese Länder vom Regen in die Traufe. Wahrscheinlich kann eine reife Demokratie nur auf Basis des christlichen Menschenbildes entstehen und bestehen. Traurig, dass die gesamte europäische Politik diesen Zusammenhang nicht nur verkennt, sondern teilweise sogar aktiv bekämpft.
HERBERT KLUPP, RÜSSELSHEIM