10.07.2008 · Der schwarze Bürgerrechtler und demokratische Präsidentschaftskandidat von 1984 und 1988, Jesse Jackson, hat sich am Donnerstag für eine harsche Bemerkung über Barack Obama entschuldigt und seine uneingeschränkte Unterstützung für den Präsidentschaftskandidaten bekräftigt.
Der schwarze Bürgerrechtler und demokratische Präsidentschaftskandidat von 1984 und 1988, Jesse Jackson, hat sich am Donnerstag für eine harsche Bemerkung über Barack Obama entschuldigt und seine uneingeschränkte Unterstützung für den Präsidentschaftskandidaten bekräftigt. Nach einem Interview des Nachrichtensenders Fox News vom 6. Juli hatte sich Jackson sehr kritisch über Obama geäußert, weil dieser herablassend über Schwarze rede. Ohne zu bemerken, dass Kamera und Mikrofon seine Äußerungen aufzeichneten, hatte Jackson geflüstert: "Dafür würde ich ihm am liebsten die Eier abschneiden." Jackson bezog sich auf eine Rede Obamas, die dieser am 15. Juni in einer Kirche in Chicago gehalten und in der er kritisiert hatte, dass zu viele schwarze Kinder ohne Väter aufwüchsen. "Jeder Idiot kann ein Kind zeugen. Aber das macht ihn noch nicht zum Vater", hatte Obama beklagt. In Jacksons Äußerung über Obama kommt ein Generationenkonflikt zwischen älteren Führern der schwarzen Bürgerrechtsbewegung um Jackson und den jüngeren um Obama zum Ausdruck. Während die Älteren die sozialen Ursachen für die Benachteiligung der Schwarzen in den Vordergrund stellen, fordern viele jüngere schwarze Politiker zumal von den schwarzen Männern, mehr Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen. Ein Sprecher Obamas nahm die Entschuldigung Jacksons an. (rüb.)