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Iran: Atomanlage in Fordo bald fertig

12.04.2011 ·  anr./nbu. BERLIN/LUXEMBURG, 12. April. Iran kommt nach eigenen Angaben voran bei der Fertigstellung einer zweiten Anlage zur Anreicherung von Uran. Die Halle in Fordo nahe Ghom sei fertig vorbereitet für die Installation von Gaszentrifugen, ...

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anr./nbu. BERLIN/LUXEMBURG, 12. April. Iran kommt nach eigenen Angaben voran bei der Fertigstellung einer zweiten Anlage zur Anreicherung von Uran. Die Halle in Fordo nahe Ghom sei fertig vorbereitet für die Installation von Gaszentrifugen, sagte der Leiter der iranischen Atombehörde, Fereidoun Abbasi, der Nachrichtenagentur Isna. An den Zentrifugen werde aber noch gebaut. Es sei geplant, leistungsstärkere Zentrifugen zu verwenden, mit denen das Uran rascher angereichert werden könne. Durch Urananreicherung kann Brennstoff für Atomkraftwerke, aber auch Sprengstoff für Kernwaffen gewonnen werden. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien werde "rechtzeitig" informiert, bevor in Fordo mit Spaltmaterial gearbeitet werde, sagte Abbasi. Zwischen Iran und der UN-Behörde herrscht Streit darüber, wann Teheran welche Schritte in seinem Atomprogramm zu melden hat. Iran fühlt sich nicht an eine Bestimmung in seinem 2003 mit der IAEA geschlossenen Abkommen gebunden, nach dem diese schon über jede Planung einer Nuklearanlage informiert werden muss. Es will sich nur an ältere Regeln halten, nach denen eine Meldung erst 180 Tage vor der erstmaligen Benutzung von Spaltmaterial in der Anlage erfolgen muss. Iran hatte die Anlage nahe Ghom heimlich gebaut; 2009 machten westliche Mächte ihre Geheimdiensterkenntnisse darüber öffentlich.

Die EU beschloss derweil Sanktionen gegen 32 Funktionäre der iranischen Führung, die im Verdacht stehen, eine Schlüsselrolle bei der Unterdrückung der politischen Opposition und der Verletzung der Menschenrechte zu spielen. Der britische Außenminister Hague sagte, in Teheran habe man wohl geglaubt, wegen der Lage in der arabischen Welt unbemerkt gegen die Menschenrechte verstoßen zu können. Das werde die EU nicht zulassen.

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