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Fortsetzung von Seite 1 Beck sieht sich als Opfer einer Intrige

09.09.2008 ·  Er habe gedacht, zusammen mit Steinmeier und dem ebenfalls eingebundenen Müntefering habe man einen Weg gefunden, "wie seitens der SPD ein Zeichen der Geschlossenheit und des Aufbruchs gesetzt werden konnte".

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Er habe gedacht, zusammen mit Steinmeier und dem ebenfalls eingebundenen Müntefering habe man einen Weg gefunden, "wie seitens der SPD ein Zeichen der Geschlossenheit und des Aufbruchs gesetzt werden konnte". Nach der "gezielten Desinformation" über seine Rolle bei der Kandidatennominierung habe er nach einer "intensiven Selbstprüfung von Samstagabend bis Sonntag früh" die "bewusste Entscheidung" zum Rücktritt getroffen. Es sei für ihn "schlüssig, dass man den Vorsitz einer so großen Partei wie der SPD nicht wahrnehmen kann, wenn die Handlungsspielräume eingeschränkt sind, dass ein zentrales Recht, das in der Sozialdemokratie dem Parteivorsitzenden immer zugestanden hat, eingeschränkt werden soll: einen Vorschlag für die Spitzenkandidatur auf Bundesebene zu machen." Nach der Pressekonferenz berichtete Beck in kleinerer Journalistenrunde, dass er nach seinem Rücktrittsentschluss Steinmeier als Kanzlerkandidaten das Recht des ersten Zugriffs auf den Parteivorsitz angeboten habe. Gleichzeitig habe er ihm aber davon abgeraten, von diesem Recht Gebrauch zu machen. Zur Entscheidung Steinmeiers, Müntefering zum Parteivorsitzenden zu machen, sagte Beck, er respektiere diese Entscheidung.

SPD-Generalsekretär Heil teilte am Dienstag der Mitarbeiterversammlung des Willy-Brandt-Hauses mit, er wolle "in Absprache und Übereinstimmung" mit dem Kanzlerkandidaten Steinmeier und Müntefering Wasserhövel zum neuen Bundesgeschäftsführer bestellen. Wasserhövel werde in dieser Funktion auch die "Aufgabe des Wahlkampfmanagers" ausüben. Es gab Hinweise im SPD-Parteivorstand, Heil müsse sich möglicherweise darauf einstellen, eine weniger wichtige Rolle zu spielen. Es wurde an die Zeit von SPD-Generalsekretär Benneter erinnert, dessen Einflussmöglichkeiten begrenzt waren. Die eigentliche Führung des Willy-Brandt-Hauses hatte schon damals Wasserhövel inne; die politische Führung wurde damals zudem aus dem Bundeskanzleramt ausgeübt. Auf der anderen Seite gilt Heil seit längerer Zeit als einer der Vertrauten Steinmeiers.

Steinmeier hat unterdessen jede Verstrickung in eine angebliche Intrige gegen Beck bestritten. "Sie können sicher sein, dass ich nichts, aber auch gar nichts dazu beigetragen habe, dass die Entscheidungen am Wochenende so fielen, wie sie gefallen sind." Ähnlich äußerte sich der stellvertretende SPD-Vorsitzende und Finanzminister Peer Steinbrück.

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