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Eine Firma aus Wiesbaden im Geschäft mit der Flughafensicherheit

30.12.2009 ·  Am Geschäft mit der Sicherheit an Flughäfen ist auch die Firma Smiths Heimann aus Wiesbaden beteiligt. Ihre Gepäckscanner werden schon in mehr als 150 Staaten eingesetzt. Vor allem der Röntgenscanner Hi-Scan 6040 Atix ist ein Erfolg.

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Am Geschäft mit der Sicherheit an Flughäfen ist auch die Firma Smiths Heimann aus Wiesbaden beteiligt. Ihre Gepäckscanner werden schon in mehr als 150 Staaten eingesetzt. Vor allem der Röntgenscanner Hi-Scan 6040 Atix ist ein Erfolg. Er soll Sprengstoff und Flüssigkeiten im Handgepäck automatisch erkennen. Die Firma wurde im April 1946 in Wiesbaden vom Fernsehtechnikpionier Walter Heimann gegründet und im Jahr 2002 in die britische Smiths Group integriert, ein an der Londoner Börse notiertes Technologieunternehmen. Von den etwa 2400 Mitarbeitern des Konzerns arbeiten etwa 600 in Wiesbaden. Das Unternehmen will jetzt auch in das Geschäft mit Körperscannern auf Basis der Millimeterwellen vordringen.

Zusammen mit der Niederlassung im irischen Cork entwickelten die Wiesbadener den Personenscanner Eqo, der im Januar dieses Jahres auf den Markt kam. Das System arbeitet mit Millimeterwellen im Frequenzbereich von etwa 0,2 Terahertz und wird derzeit von verschiedenen Behörden weltweit getestet, unter anderem von der amerikanischen Verkehrssicherheitsbehörde TSA. Das Gerät erzeugt Videobilder in Echtzeit quasi im Vorbeigehen. In einen etwa zwei Meter hohen Torbogen sind winzige Antennen integriert, die Millimeterwellen von allen Seiten auf die zu testende Person lenken. Die Reflexion erzeugt nach Angaben des Herstellers ein dreidimensionales Bild, auf dem versteckte Objekte jeglicher Art - Metalle, Flüssigkeiten, Keramik oder Sprengstoff - sichtbar werden. Flugpassagiere müssten nur kurz vor dem Panel stehen bleiben, sich einmal langsam drehen und könnten dann weitergehen.

Die Bilder werden auf einen Bedienerbildschirm geschickt, der vom Gerät getrennt aufgestellt ist. Das soll die Anonymität der untersuchten Personen garantieren. Zusätzlich sollen Schutzfilter die Gesichter unkenntlich machen. Die Programmierung verhindert nach Angaben des Herstellers, dass die Bilder gespeichert, übertragen oder ausgedruckt werden können.

Anders als Röntgenstrahlen können Millimeterwellen nicht in den menschlichen Körper eindringen. Objekte, die verschluckt oder in den Körper implantiert wurden, bleiben den Sicherheitsbehörden damit verborgen. Andererseits hat die neue Technik den Vorteil, dass die Wellen die Zellen nach derzeitigem Kenntnisstand unbeschädigt lassen. Noch kürzere Terahertzwellen bergen sogar ein großes Potential für die medizinische Diagnostik. Britische Forscher konnten schon zeigen, dass sich mit den Wellen eine häufig auftretende Form von Hautkrebs mit Sicherheit feststellen lässt. (nto.)

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