21.06.2009 · Zum Artikel "Amerika und Israel uneins über Siedlungen" (F.A.Z. vom 8. Juni): Gegen die Nahost-Reise von Obama ist nichts einzuwenden, auch nicht gegen seine Rede in Kairo. Allerdings sollten wir uns hüten vor Hoffnungen auf schnelle Ergebnisse, was den Friedensprozess im Nahen Osten angeht.
Zum Artikel "Amerika und Israel uneins über Siedlungen" (F.A.Z. vom 8. Juni): Gegen die Nahost-Reise von Obama ist nichts einzuwenden, auch nicht gegen seine Rede in Kairo. Allerdings sollten wir uns hüten vor Hoffnungen auf schnelle Ergebnisse, was den Friedensprozess im Nahen Osten angeht. Der amerikanische Präsident ist nicht der große Friedensbringer. Frieden im Nahen Osten muss von den dort Beteiligten ausgehen.
Und da sollte auch die islamische Staatengemeinschaft einmal eine Botschaft an Europäer und Amerikaner richten. Eine Botschaft, aus der hervorgeht, dass man in Zukunft Terror nicht mehr mit finanziellen Mitteln unterstütze. Zu viele Gelder, auch EU-Gelder, sind in falschen Kanälen gelandet. Wollen die arabischen Staaten in Zukunft global mitwirken, dann müssen sie die vielen moderaten Palästinenser mit Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten unterstützen. Geld hierfür ist genug da. Ewiggestrige wie die Hamas oder irgendwelche Hassprediger sollten in die Schranken gewiesen werden, denn sie missbrauchen und beleidigen den Islam.
Die Israelis? Machen wir uns da keine Sorgen. Man war einer Zwei-Staaten-Lösung schon einmal viel näher, als dies momentan der Fall ist. Die reichen arabischen Staaten, die moderaten Palästinenser sowie die praxiserfahrenen Israelis könnten beim Thema Palästina etwas Bedeutendes schaffen. Verwirrte Geister, die immer noch den Staat Isrsael vernichten wollen, sind Kriminelle.
Erwin Chudaska, Rödermark