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Canisius-Kolleg prüft Missbrauch

28.01.2010 ·  mk. BERLIN, 28. Januar. Das bekannteste katholische Gymnasium in Berlin, das Canisius-Kolleg, geht Fällen von sexuellem Missbrauch durch Lehrer nach. Ihm seien insgesamt sieben Fälle von Opfern berichtet worden, sagte der Rektor ...

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mk. BERLIN, 28. Januar. Das bekannteste katholische Gymnasium in Berlin, das Canisius-Kolleg, geht Fällen von sexuellem Missbrauch durch Lehrer nach. Ihm seien insgesamt sieben Fälle von Opfern berichtet worden, sagte der Rektor Klaus Mertes am Donnerstag in Berlin, es sei aber klar, dass es mehr geben müsse. Er habe sich daher an alle Schüler der Abiturjahrgänge 1975 bis 1983 gewandt. Auch die Elternvertreter habe er informiert, in den Klassen sei den Schülern von dem Missbrauch berichtet worden. In dem Brief nennt Mertes die Beauftragte der Schule für sexuellen Missbrauch als Ansprechpartnerin, er bittet die Opfer um Entschuldigung und signalisiert Bereitschaft zum Gespräch. Er repräsentiere den Opfern gegenüber die "Täterseite", sagte er. Deswegen habe er auch nicht Strafanzeige gestellt, sondern versuche, das "Wegschauen" zu beenden. Die betreffenden Patres unterrichteten nicht mehr an der Schule, den Jesuitenorden hätten sie Ende der achtziger Jahre verlassen, sie lebten aber seines Wissens noch. Die Missbrauchsbeauftragte der Schule habe sich an sie gewandt. Es sei noch zu recherchieren, wer wann von ihren Taten gewusst habe. Gerüchte habe es an der Schule gegeben, doch habe ihm erst 2004 einer der missbrauchten Männer zum ersten Mal von einem Übergriff berichtet, sagte Mertes. Dompropst Stefan Dybowski sagte, das Bistum unterstütze die Aktivitäten des Canisius-Kollegs bei der Aufklärung. Die Berliner Polizei ermittelt.

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