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"Baustein für Nahost-Frieden"

23.06.2008 ·  Nahr al Barid soll für 180 Millionen Euro wieder entstehen

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R.O. WIEN, 23. Juni. Die österreichische Außenministerin Plassnik hat die Wiener Geberkonferenz für den Wiederaufbau des 2006 von der libanesischen Armee zerstörten palästinensischen Flüchtlingslagers Nahr al Barid im Nordlibanon als einen "Baustein" in den Nahost-Friedensbemühungen bezeichnet. Nach dem Willen der an dem eintägigen Treffen teilnehmenden 70 Delegationen, darunter auch die Regierungschefs des Libanons, Siniora, und Palästinas, Fajad, sowie der Generalsekretär der Arabischen Liga, Musa, soll unter der Ägide des UN-Hilfswerks für Palästina-Flüchtlinge (UNRWA) das Lager nun für umgerechnet 180 Millionen Euro wieder errichtet werden. In Nahr al Barid soll von 2009 bis 2011 eine "Flüchtlingsstadt" mit Wohngebäuden, Schulen und einem Krankenhaus entstehen. Nach Musas Angaben kommen die arabischen Staaten für die Hälfte der Summe auf. EU-Außenkommissarin Ferrero-Waldner gab bekannt, dass Brüssel 28 Millionen Euro bereitstelle, Österreich will eine weitere Million beisteuern. Die Schweizer Außenministerin Calmy-Rey stellte 19 Millionen Euro in Aussicht, der deutsche Außenamtsstaatssekretär Gloser versprach sechs Millionen Euro.

Siniora sagte, das Lager müsse dringend wieder aufgebaut werden, als positives Beispiel für das Zusammenleben von Palästinensern und Libanesen. Fajad kündigte eine Spendenaktion unter den Palästinensern an, die zehn Millionen Dollar erbringen soll. In Tripoli dauerten am Montag die Kämpfe zwischen Sunniten und Alawiten an. Seit dem Wochenende wurden nach Agenturberichten neun Menschen getötet und 50 verletzt. Die Armee kündigte am Montag ein "aktiveres Auftreten" an.

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