17.06.2009 · Der Sieg der islamischen Revolution im Jahr 1979 ist für die meisten Iraner Geschichte. Doch die Indoktrination durch die schiitische Geistlichkeit hält bis heute ebenso an wie die Konzentration der wirtschaftlichen und politischen Macht in den Händen derer, die vor drei Jahrzehnten der Herrschaft des prowestlichen Schah Reza Pahlewi ein Ende machten. Von Wolfgang Günter Lerch
Im dreißigsten Jahr ihrer Gründung ist die Islamische Republik Iran in die schwerste Krise seit der Machtergreifung durch Ajatollah Ruhollah Chomeini und seine Anhänger geraten. Der offenbar durch Wahlmanipulation zustandegekommene Sieg Mahmud Ahmadineschads bei der Präsidentenwahl hat zu den größten Demonstrationen seit Jahrzehnten geführt - nicht allein in Teheran, sondern auch in anderen Großstädten wie Isfahan und Schiras. Ein großer Teil zumindest der städtischen Bevölkerung will einen radikalen Wandel, nicht nur einen Wechsel an der Spitze; vom Sieg des Kandidaten Mir Hussein Mussawi hatte sie sich wenigstens einen Schritt in diese Richtung erhofft.
Siebzig Prozent der Iraner waren noch nicht geboren oder gerade erst auf die Welt gekommen, als sich die grundstürzenden Ereignisse um Chomeini und den Schah, der von seinem Pfauenthron gejagt wurde, abspielten. Die iranische Jugend kennt das alles nur noch vom Hörensagen, aus den Erzählungen der Eltern und Großeltern. Obwohl Chomeini, zusammen mit den anderen hohen Klerikern und vielen "Märtyrern" der politischen Kämpfe, noch immer überall auf Plakaten und Wandbildern zu sehen ist, ist er für sie eine längst in das Geschichtsbuch entrückte Gestalt geworden, mit der sie aus persönlichem Erleben wenig anfangen können: eine Art Ikone, die für den Alltag nichts mehr bedeutet. Die jungen Leute, die Studenten, insbesondere die Frauen, sofern sie nicht traditionellen Vorstellungen verhaftet bleiben (wollen), pflegen im dreißigsten Jahr der Revolution längst einen modern-westlichen Lebensstil - sofern das unter den Restriktionen der "islamischen" Republik möglich ist. Dabei werden die Freiräume je nach Lage und Stimmung im Land ausgelotet.
Trotz einer Indoktrination, die jetzt schon eine Generation währt, haben sich viele innerlich von der Religion abgewandt. In der säkularen Türkei, so heißt es, gingen viel mehr junge Menschen zum Gebet in die Moscheen als in der Republik der Mullahs, deren Kaste man schon früher verächtlich mit dem Begriff "Achund" (Pfaffe) bezeichnet hat. Auch gibt es wahrscheinlich kein nahöstliches Volk, in dem Amerika und alles Amerikanische gegenwärtig so beliebt sind wie unter den Iranern. Die bis zum Überdruss gehörte und gelesene Parole "Marg bar Amrika - Tod den USA" verfängt bei den meisten nicht mehr, erst recht nicht, seitdem Präsident Obama sich mit versöhnlichen Worten an die islamische Welt gewandt hat. Die meisten Iraner wollen sicherlich, dass in Palästina eine Lösung gefunden wird, aber zum heiligen Krieg für die "Befreiung von al Qods" (Jerusalem) und dem Felsendom aus den Händen der "Zionisten" dürften die wenigsten bereit sein. So spricht manches dafür, dass die Islamische Republik innerlich schon zerfallen ist, während ihre ideologischen Gralshüter noch immer alle Machtinstrumente in der Hand haben, um sie am Leben zu erhalten.
Angefangen hatte das alles mit dem triumphalen Einzug Chomeinis am 1. Februar 1979 in Teheran. Er war aus Paris gekommen, wo er die letzten Wochen eines insgesamt fünfzehn Jahre dauernden Exils verbracht hatte. Viele Millionen empfingen ihn am Flughafen Mehrabad und am überdimensionalen Schahyad-Denkmal; er selbst musste alsbald bekräftigen, dass er nicht der Mehdi sei, jene Messiasgestalt, deren Wiederkehr die Schiiten am Ende der Zeiten erwarten. Der Schah hielt sich zu diesem Zeitpunkt schon im Ausland auf, Ägypten und Marokko hatten sich bereit erklärt, ihn aufzunehmen. Iran schien das "Ende der Geschichte" zu erleben, nur ganz wenige wagten damals düstere Vorhersagen, schien sich doch zu erfüllen, was das Volk seit Jahrzehnten, wenn nicht länger herbeigesehnt hatte.
Bis heute hat diese Umwälzung die unterschiedlichsten Begründungen und Deutungen erfahren. In den Augen linker Historiker stürzte Ajatollah Chomeini im Verein mit den Volkskräften das feudale Schah-System, das im Begriff stand, im Zuge der Modernisierung in das System des internationalen Kapitalismus integriert zu werden. Nationalisten sahen in der Machtübernahme der Mullahs die Erfüllung der Sehnsucht des Volkes nach
nationaler Unabhängigkeit und insbesondere der Unabhängigkeit von den Vereinigten Staaten. Deren Einfluss war unter dem zweiten Schah der Pahlewi-Dynastie, Mohammed Reza (seit 1941), tatsächlich übermächtig und für jeden sichtbar.
Die Vertreter der Religion schließlich sahen den Islam in Gefahr, drohten doch mit der um sich greifenden Modernisierung des Landes althergebrachte Sitte und Frömmigkeit zu erodieren. Söhne und Töchter kleideten sich plötzlich anders als die Alten, sprachen eine ganz andere Sprache, strebten nach anderen Zielen. Die Pop-Kultur hielt Einzug. Selbst säkulare Intellektuelle wie der Schriftsteller Dschalal Al-e Ahmad sprachen von einer "Vergiftung durch den Westen". Beide Pahlewi-Kaiser hatten zudem ein gestörtes Verhältnis zu den schiitischen Klerikern, deren Einfluss sie zurückdrängen wollten. Besonders Reza Schah (1926-1941), der Vater des von Chomeini gestürzten Herrschers, wollte darin dem Türken Kemal Atatürk nacheifern, war jedoch längst nicht so erfolgreich.
In den siebziger Jahren - der Schah hatte gerade mit großem Pomp in der alten achaimenidischen Kaiserpfalz von Persepolis 2500 Jahre iranische Monarchie feiern lassen - erlebte Iran dank drastisch gestiegener Erdöleinnahmen einen schwindelerregenden Modernisierungsschub. Gleichzeitig wuchs der Widerstand religiöser, nationalistischer und linker Kreise. Ministerpräsident Dschamschid Amuzegar versprach, er werde Iran herrlichen Zeiten entgegenführen, der Schah selbst entwarf die Vision einer "Großen Zivilisation". Schiitische Geistliche mischten in allen Gruppierungen mit und verschafften dem Widerstand die religiöse Legitimation. Besonders populär wurden Mullahs wie Mahmud Taleghani oder Morteza Motahhari, die eher der politischen Linken zuneigten.
Großen Einfluss auf die Jugend hatte der Soziologe Ali Schariati. In seiner Lehranstalt Hosseinije Erschad in Teheran verband er geschickt die großen Erzählungen der Schia, der Partei Alis und seiner leiblichen Nachkommen - die allesamt den Märtyrertod für ihre politischen Überzeugungen gestorben waren - mit Theorien über die Dritte Welt und die Revolution. Er unterschied zwischen einer alidischen Schia und einer safawidischen Schia. Letztere habe mit ihrem jahrhundertelangen mystischen Quietismus Iran so sehr geschwächt, dass das Land zum Spielball fremder Mächte werden konnte. Man müsse "zurück zu Ali", der ein Kämpfer gewesen war, Inbild und Sinnbild des schiitischen Mannes; seine Frau, die Prophetentochter Fateme (Fatima), geriet bei Schariati zur kämpferischen Schiitin, dem Mann gleichgestellt. Vor allem junge Leute, die von der traditionellen schiitischen Lehre enttäuscht waren und nach neuen Interpretationen suchten, wurden von solchen Ansichten angezogen. Es gelang Schariati, selbst früher agnostische Intellektuelle für seine Vorlesungen zu begeistern. Hosseinije Erschad wurde zu einer ernsthaften Konkurrenz der theologischen Bildungsstätten in der heiligen Stadt Qom. Schariati starb 1977 in London - unter ungeklärten Umständen. Wahrscheinlich wurde er ein Opfer der Savak, des kaiserlichen Geheimdienstes.
Vieles spricht dafür, dass zahlreiche Ursachen zum Erfolg Chomeinis beitrugen. Wie in einem Brennpunkt kamen Strömungen und Entwicklungen aus eineinhalb Jahrhunderten iranischer Geschichte in seiner Bewegung, vor allem aber in seiner Person zusammen. Der Schah wurde nicht nur Opfer seines Ehrgeizes und auch der Korruption, die mehr und mehr in der eigenen Familie zu beobachten war, sondern auch der Entfremdung vom eigenen Volk, das zu großen Teilen nicht mehr bereit war, ihm zu folgen. Die Nationalisten nahmen ihm seinen prowestlichen Kurs übel, die Religiösen die Modernisierung, die Linken hielten es, wie die Tudeh-Partei, entweder mit Moskau, oder sie verbanden antikapitalistische mit religiösen Lehren. Die Erfolge der Pahlewi-Herrscher, etwa auf dem Feld der Infrastruktur, der Urbanisierung und der Bildung, zählten in den Augen ihrer Gegner kaum.
Die Anfänge geistiger wie gesellschaftlicher Veränderungen in Iran führen zurück bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts. Die aus dem Schiitentum entstandene eschatologische Babi-Bewegung, aus der sich später die Bahai-Religion entwickelte, forderte mit ihrer Dynamik, die auf eine religiöse Erneuerung Persiens zielte, die schiitischen Schriftgelehrten heraus. Sie sorgten dafür, dass Ali Mohammad, der Führer dieser rasch um sich greifenden Erneuerungswelle, im Jahr 1850 in Täbris hingerichtet wurde. Anschließend wurden die Babai grausam verfolgt, zumal aus ihren Reihen ein Anschlag auf Schah Nasseroddin unternommen worden war. Schätzungsweise 20 000 Babais wurden getötet. Noch Chomeinis Revolutionäre genügte mehr als hundert Jahre später allein der Verdacht, zu den Bahai zu gehören, um Personen wie den langjährigen Premierminister Amir Abbas Howeida zu ermorden. Daran hat sich bis heute nichts geändert.
Die Babi-Bewegung und die mit ihrer Niederschlagung verbundene Gewalt zeigten freilich an, dass das Land in Gärung begriffen war. Diese Gärung fand ihren Ausdruck und ihr Vehikel - wie noch häufiger - in religiösen Formen. Der Schah reiste selbst in den Westen, in das "Reich Bismarcks", um sich zu informieren, was in der Welt so vor sich ging. Der bekannte Minister Amir Kabir plädierte für eine Öffnung des Landes. Gleichzeitig wurde Iran immer mehr das Objekt vor allem britischer, später auch russischer Interessen. Der britische Konsul in Buschehr stieg bald zur einflussreichsten Persönlichkeit auf. Wegen chronischen Geldmangels vergab der Schah Konzessionen an Ausländer, doch in den neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts stieß er zum ersten Mal auf heftigen Widerstand, als er die Tabakkonzession an den Engländer Talbot verschachern wollte, um seine Privatschatulle aufzufüllen. Es kam zu dem berüchtigten "Tabakaufstand", zu dem führende Mullahs aufriefen. Die Perser rauchten nicht mehr, weil eine Fatwa das Rauchen verboten hatte. Talbot und der Schah scheiterten mit ihren Plänen.
Im Jahr 1905 setzte jene Reformbewegung ein, die erstmals eine Verfassung ausarbeiten sollte. Auch an ihr waren führende Kleriker beteiligt. Theoretisch wurde Iran zu einer konstitutionellen Monarchie. Während des Ersten Weltkriegs besetzten Russen und Briten den Norden und Süden des Landes und demonstrierten dem Schah seine Ohnmacht. 1921 putschte Reza Khan, der aus einfachen Verhältnissen stammende Chef der iranischen Garde, und bereitete der Dynastie der Qadscharen, die seit dem Ende des 18. Jahrhunderts geherrscht hatte, ein Ende. Als er sich 1926 zum Schah krönen ließ und sich den Namen "Pahlewi" (aus dem Mittelpersischen stammend) verlieh, schieden sich bald die Geister. Da er das Land zu modernisieren begann, hielten einige Intellektuelle zu ihm, obwohl sie seine diktatorischen Methoden ablehnten. Die Mehrzahl freilich ging zu Schah Reza auf Distanz, ebenso große Teile der Geistlichkeit, weil er sich an Atatürk ein Beispiel nahm und den Einfluss der Mullahs begrenzte. Offiziell gab er dem Land den alten Namen "Iran" wieder zurück.
Seine deutschfreundliche Haltung wurde Schah Reza während des Zweiten Weltkriegs zum Verhängnis. Die Westalliierten schickten ihn 1941 ins Exil, wo er 1943 starb. Ihm folgte sein Sohn Mohammad Reza, der zu Beginn nicht unbeliebt war. Er setzte nach 1945 auf die Amerikaner, die auch erreichten, dass Moskau seine Truppen aus Nord-Iran abzog. Die frühen fünfziger Jahre waren die besten Jahre des letzten Schah. Auch die Amerikaner waren damals, nimmt man die moskautreue Tudeh-Partei aus, nicht unbeliebt.
Das begann sich zu ändern, als der nationalistisch gesinnte Politiker Mohammad Mossadegh 1951 zum Ministerpräsidenten gewählt wurde. Er verstaatlichte die iranische Erdölindustrie gegen den Willen der Engländer, aber mit überwältigender Zustimmung des Volkes. Bis heute ist Mossadegh, den die CIA zwei Jahre später stürzte und den schon im Ausland befindlichen Schah wieder zurückholte, der beliebteste Politiker in Iran. Dieser Coup war der Sündenfall des Westens, der insbesondere den Amerikanern bis heute nachgetragen wird und alle iranischen Verschwörungstheorien speist. Zwar geschah Mossadegh nichts - er lebte bis zu seinem Tod in Iran -, doch der Schah hatte es sich mit den bürgerlichen Kreisen der Nationalen Front endgültig verscherzt. Und die Linke war ohnehin gegen seine zunehmend selbstherrliche monarchistische Herrschaft.
Im Jahre 1961 ordnete der Schah eine "Weiße Revolution" an. Er ließ Land an Bauern verteilen, was Großgrundbesitzer und Mullahs, die teilweise mit ihnen verflochten waren, empörte. Von Qom aus protestierte Ajatollah Chomeini, ein Schüler des angesehenen Groß-Ajatollah Borudscherdi, gegen die Sozialreformen. Erstmals seit langem kam es wieder zu blutigen Protesten der Straße. Der Schah verwies Chomeini des Landes.
Der Schriftgelehrte ging zunächst nach Bursa in der Türkei; doch unter den stark säkularisierten Türken fühlte er sich nicht wohl. So siedelte er bald nach Nadschaf im Irak über, an den Schrein Alis, des Stifters der Schia. Dreizehn Jahre lang blieb er dort und arbeitete in dieser Zeit jene Prinzipien aus, die eine "islamische Republik" tragen sollten. Die Lehre von der Herrschaft des Obersten Religionsgelehrten war freilich ein Novum in der Geschichte Irans - niemals hatte ein Schriftgelehrter im Land geherrscht. Über Tonbandkassetten verbreiteten Chomeinis Anhänger seine gegen den Schah gerichteten Parolen: Der Unhold, der das Volk aussauge und es an die Amerikaner verkauft habe, der Unmoral und Unsitte fördere, müsse weg.
Die Propaganda Chomeinis zeigte auf dem Höhepunkt der Demonstrationen im Sommer und Herbst 1978 eine so starke Wirkung, dass der Schah beim irakischen Diktator Saddam Hussein die Ausweisung Chomeinis erreichte. Doch von dem Pariser Vorort
Neauphle le Château aus setzte dieser seine Agitation fort. Vor seinen Anhängern und westlichen Journalisten sprach er von Demokratie, Freiheit, Gleichberechtigung und Pluralismus, worunter er etwas ganz anderes verstand, als insbesondere seine westlichen Gesprächspartner wahrhaben wollten. In Wahrheit ging es ihm darum, dass die Schiiten in Iran in einer durch und durch islamischen Ordnung, wie er sie verstand, auf die Wiederkehr des entrückten Imams warten sollten. Einige westliche Begriffe wie "Republik" verschleierten dieses Anliegen. Geschickt nutzte Chomeini die Aversionen, die sich unter Iranern gegen die Briten, seit der Affäre Mossadegh jedoch vor allem gegen die Amerikaner und ihr übermächtiges Auftreten in Iran entwickelt hatten.
Im Mai 1978 sagte der Schah einen Besuch nach Bulgarien, im August einen nach Rumänien ab. Es hatte Studentenunruhen gegeben. Sie dauerten den ganzen Sommer. Der neu eingesetzte Ministerpräsident Scharif Emami machte nationalistische Reformen wie die Einführung eines iranischen Kalenders, der nicht mehr der islamischen Zählung folgte, rückgängig, doch die Straße beruhigte sich nicht. Der Schah hatte die Großgrundbesitzer, die Mullahs und ihren Anhang unter dem Kleinbürgertum und den Armen sowie die einflussreichen Teheraner Basaris, die ihrerseits eng mit dem Klerus verflochten sind, gegen sich. Auch die Linke sprang nun auf Chomeinis Zug auf, in der Hoffnung, ihn für ihre antikapitalistischen Zwecke benutzen zu können.
Am 8. September 1978, dem Schwarzen Freitag, kam es auf dem Teheraner Dschaleh-Platz zu einem Massaker. Bis heute ist nicht klar, wie viele Personen dabei getötet wurden, doch gab dies den revolutionären Kräften Auftrieb. Wer damals in Iran war, spürte die geradezu fiebrige Atmosphäre. Alle sprachen von Chomeini, der längst zu einer Erlöserfigur geworden war. Durch die räumliche Distanz zu Iran schien sein Einfluss noch zu wachsen.
Der Schah versuchte verzweifelt, seinen Thron zu retten. Bis heute ist unklar, ob er die Armee aus eigenem Antrieb zurückhielt oder weil ihm der amerikanische Präsident Carter dazu riet. Reza Pahlewi entließ hohe Repräsentanten des Regimes, darunter der Chef des Geheimdienstes. Schahpur Bachtiar, ein angesehener Politiker der Nationalen Front, übernahm am 4. Januar 1979 das Amt des Ministerpräsidenten, um die existierende Ordnung zu retten. Doch Chomeini bannte ihn, und die Nationale Front wandte sich von dem "Verräter" ab. Am 16. Januar verließ die Familie des Schah das Land in Richtung Ägypten. Die Schließung des Teheraner Flughafens durch den neuen Ministerpräsidenten konnte nicht verhindern, dass Ajatollah Chomeini am 1. Februar zurückkehrte. Bachtiar tauchte eine Woche später unter und ging nach Paris, wo er viele Jahre später, am 6. August 1991, ermordet wurde. Am 15. Februar 1979 begannen die ersten Hinrichtungen ehemaliger hoher Armeeführer des Schah-Regimes. Der Schah starb am 27. Juli 1980 in Kairo.
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Foto Michael Appelt/Anzenberger