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"Alles tun für die Versöhnung"

01.11.2009 ·  Westerwelle in Polen / Sikorski: Hervorragendes Zeichen

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F.A.Z. Frankfurt, 1. November. Der neue deutsche Außenminister Westerwelle hat während seines Antrittsbesuchs in Polen für eine weitere Vertiefung der Beziehungen zum östlichen Nachbarland geworben. Dies sei ein "Kernanliegen" deutscher Politik, sagte Westerwelle nach einem knapp zweistündigen Treffen mit dem polnischen Außenminister Sikorski am Samstag in Warschau. Am Nachmittag empfing der polnische Präsident Kaczynski den deutschen Gast in seinem Warschauer Amtssitz. Vor der Presse äußerte Westerwelle Vorbehalte gegen eine mögliche Beteiligung der Vertriebenen-Präsidentin Erika Steinbach am Stiftungsrat der in Polen umstrittenen Vertriebenen-Gedenkstätte. "Wir wollen, dass das ein Projekt ist, das unsere Länder zueinanderbringt, ein Beitrag zur Versöhnung. Wir werden alles unterlassen, was diesem Gedanken entgegensteht", sagte Westerwelle.

Weiter äußerte er, es sei kein Zufall, dass ihn sein erster Besuch nach Warschau geführt habe. Die Freundschaft zwischen beiden Ländern und Völkern sei nicht nur gut für Deutschland und Polen, sondern auch wichtig für Europa. Es sei ein "klares Signal", das "tiefe und innige" Verhältnis, das Deutschland zu seinen westlichen Nachbarn habe, auch auf Polen zu übertragen. Sikorski bezeichnete den Besuch als "hervorragendes Zeichen" dafür, dass die bilateralen Beziehungen noch besser würden als zur Vorgängerregierung. Das deutsch-polnische Verhältnis sei "das beste in der Geschichte", eine "reife Partnerschaft". Westerwelle sprach sich für die Belebung des "Weimarer Dreiecks", der deutsch-polnisch-französischen Kooperation, aus. An diesem Montag will Westerwelle in Paris die traditionell engen deutsch-französischen Beziehungen bekräftigen. Er wird mit Präsident Sarkozy und Außenminister Kouchner zusammentreffen.

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