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McAllister: Dann ist Gorleben erledigt

F.A.Z. FRANKFURT, 28. November. Gorleben scheidet als Standort für ein atomares Endlager wohl endgültig aus. Der niedersächsische Ministerpräsident David ...

F.A.Z. FRANKFURT, 28. November. Gorleben scheidet als Standort für ein atomares Endlager wohl endgültig aus. Der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister (CDU) sagte dieser Zeitung, Niedersachsen setze sich dafür ein, dass für die Endlagerung hochradioaktiven Mülls die Rückholbarkeit gewährleistet sei. McAllister fügte hinzu: „Wenn das Kriterium der Rückholbarkeit greift, hat sich Salz als Endlagermedium und damit der Standort Gorleben ohnehin erledigt.“ Damit sind sich SPD, CDU, Grüne und FDP in Niedersachsen einig, dass Gorleben als Standort nicht in Frage komme. McAllister beharrte aber darauf, dass Gorleben Teil einer neuen Suche nach einer Endlagerstätte sein müsse. Er lobte deshalb die Grünen. Sie hätten auf ihrem Bundesparteitag in Hannover zu Gorleben endlich beschlossen, was die CDU schon immer gesagt habe: „Die Grünen beharren nicht mehr auf dem Standpunkt, dass Gorleben von vorneherein aus allen Betrachtungen ausgeschlossen wird. Damit haben sie eigentlich eine Selbstverständlichkeit beschlossen.“ McAllister kritisierte zugleich einen „fundamentalen Linksschwenk“ der Grünen und das „schräge Urwahl-Prozedere“. Die Grünen in Niedersachsen lehnten eine schwarz-grüne Zusammenarbeit nach der Landtagswahl im Januar ab. „Dann ist das so“, sagte McAllister. (Siehe Seite 4.)

Quelle: F.A.Z.

 
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