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Leserbrief Zuckerrohr und Palmöl

21.05.2007 ·  In seinem Artikel "Zuckerrohr und Peitsche" (F.A.Z. vom 5. Mai) hat Josef Oehrlein sehr deutlich die Problematik der Ethanolgewinnung aus Zuckerrohr dargestellt, die indirekt die Abholzung des Amazonas-Regenwaldes fördert.

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In seinem Artikel "Zuckerrohr und Peitsche" (F.A.Z. vom 5. Mai) hat Josef Oehrlein sehr deutlich die Problematik der Ethanolgewinnung aus Zuckerrohr dargestellt, die indirekt die Abholzung des Amazonas-Regenwaldes fördert. In gleicher Weise - aber im Effekt noch dramatischer - ist die Produktion des nachwachsenden Energierohstoffs Palmöl in Indonesien und Malaysia. Hier werden direkt Abholzungen und Brandrodungen des Regenwaldes für die Neuanlage von Palmölplantagen durchgeführt. Da sich zum Beispiel auf Borneo unter dem Regenwald eine enorme Torfschicht befindet, die bei der Brandrodung mit verbrennt, ist der Kohlendioxidausstoß dramatisch. Indonesien ist so trotz relativ geringer Bevölkerungszahl und geringer Industrialisierung heute nach den Vereinigten Staaten und China der drittgrößte Emittent von Kohlendioxid - hauptsächlich durch die Brandrodungen des Regenwaldes. Dies mit technischen und finanziellen Mitteln sofort zu stoppen, ist die schnellste, einfachste und billigste Sofortmaßnahme zum weltweiten Klimaschutz - darauf hat schon der Ex-Weltbank-Chefökonom Stern hingewiesen.

Karl Enk, Miltenberg

Quelle: F.A.Z., 22.05.2007, Nr. 117 / Seite 10
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