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Leserbrief In Thailand hat sich die Sicht auf China geändert

21.10.2008 ·  Zum Leitartikel von Jochen Buchsteiner "Ende einer Ära" (F.A.Z. vom 27. September): In Thailand verbringe ich jedes Jahr einen mehrmonatigen Urlaub. Ich spreche ganz passabel Thai, was mir ermöglicht, mit vielen Thailändern zu reden.

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Zum Leitartikel von Jochen Buchsteiner "Ende einer Ära" (F.A.Z. vom 27. September): In Thailand verbringe ich jedes Jahr einen mehrmonatigen Urlaub. Ich spreche ganz passabel Thai, was mir ermöglicht, mit vielen Thailändern zu reden. In Thailand hat ein bemerkenswerter Umschwung in der Haltung gegenüber China stattgefunden. Während vor zehn Jahren die Chinesen etwas spöttisch betrachtet wurden, hat sich das Verhältnis zu den Chinesen mittlerweile grundlegend gewandelt. Heute betrachtet man China als den großen asiatischen Bruder. In der allgemeinen Wertschätzung sind die Vereinigten Staaten auf Platz zwei hinter die Chinesen abgestiegen. China hat diesen Umschwung einer jahrelangen, stillen, beharrlichen Werbung oder Infiltration zu verdanken. Dieser Vorgang wird von den Europäern gar nicht wahrgenommen. Auch nicht von den Fernsehreportern, die in Singapur sitzen. Die Chinesen veranstalten Jahrmärkte, Umzüge und Feiern. Das chinesische Neujahrsfest hat inzwischen fast so viel Bedeutung erlangt wie das thailändische Neujahrsfest. Vor zehn Jahren haben nur wenige Thais gewusst, dass es ein chinesisches Neujahrsfest überhaupt gibt.

JOSEF BECKER, HAGEN

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