05.04.2005 · Die europäischen Aktienbörsen präsentierten sich am Dienstag zumeist freundlich. Der Euro-Stoxx-50, Index der wichtigsten Aktien der Euro-Zone, gewann 0,7 Prozent und schloß mit 3064 Punkten. Auf der Kaufliste der Investoren standen ...
Die europäischen Aktienbörsen präsentierten sich am Dienstag zumeist freundlich. Der Euro-Stoxx-50, Index der wichtigsten Aktien der Euro-Zone, gewann 0,7 Prozent und schloß mit 3064 Punkten. Auf der Kaufliste der Investoren standen vor allem defensive Werte, bei denen die Unternehmensgewinne weniger vom Konjunkturverlauf abhängen. Insbesondere die Aktien von Versorgungs- und Pharmaunternehmen konnten zulegen. Fusionsphantasie sorgte bei Nahrungsmittel- und Getränkewerten für Kursauftrieb. Die französische Pernod Ricard und der amerikanische Konzern Fortune Brands gaben bekannt, daß sie ein Gebot für Allied Domecq erwägen, den zweitgrößten Spirituosenkonzern der Welt.
In Frankfurt verzeichnete der Deutsche Aktienindex Dax ein Plus von 0,5 Prozent auf 4362 Punkte. Der MAN-Konzern führte die Liste der Kursgewinner mit einem Zuwachs von 3,4 Prozent an. Die Nutzfahrzeugsparte des drittgrößten europäischen Herstellers will den Betriebsgewinn in diesem Jahr um mindestens 29 Prozent steigern. Der gesunkene Ölpreis und ein Anstieg des Dollars auf ein Siebenwochenhoch gegenüber dem Euro sorgten bei Autoherstellern für Kursauftrieb. Die Aktien von BMW stiegen um 1,1 Prozent, Daimler-Chrysler legten einen Tag vor der Hauptversammlung um 0,7 Prozent zu.
In London stieg der FTSE-100-Index um 1,0 Prozent auf 4942 Punkte. Die Übernahmeverhandlungen mit Pernod Ricard und Fortune Brands ließen den Kurs des Spirituosenkonzerns Allied Domecq um 17,5 Prozent emporschnellen. Auch andere Getränkehersteller wurde davon beflügelt: Diageo rückten um 2,8 Prozent vor, Scottish & Newcastle kletterten um 4,2 Prozent. Gegen den Trend brachen Yell Group um mehr als 10 Prozent ein. Die britischen Kartellbehörden haben eine Untersuchung des Telefonbuchmarktes, auf dem Yell aktiv ist, angekündigt.
In der Schweiz stieg der SMI ebenfalls, nämlich um 0,8 Prozent auf 5948 Punkte. Einen Kursaufschlag von 1,6 Prozent gab es bei der Swiss Life Holding. Die größte Lebensversicherung der Schweiz hat beim Gewinn für 2004 die Erwartungen der Analysten übertroffen. Zurich Financial Services AG rückten 1,6 Prozent vor. Der Finanzdienstleister wird die amerikanische Versicherung Universal Underwriters Group an eine Investorengruppe veräußern. In Paris festigte sich der CAC 40 um 0,9 Prozent auf 4087 Punkte. Pernod Ricard wurden um 1,5 Prozent fester gehandelt, nachdem sie nach Bekanntgabe der Verhandlungen über einen Kauf von Allied Domecq zunächst in der Spitze um 3,9 Prozent abgesackt waren.
An der Börse Mailand erholte sich der S&P/MIB-Index nach anfänglichen Verlusten und notierte bei 32563 Punkten gut behauptet. (da./Bloomberg)
Bezugsrechte: Zur Zeit werden keine Bezugsrechte gehandelt.