26.10.2003 · KÖLN/BONN, 26. Oktober (dpa). Die Kölner Bezirksregierung will die König-Fahd-Akademie in Bonn wegen des Verdachts radikalislamistischer Aktivitäten in Kürze schließen und wird dabei von der Bundesregierung unterstützt.
KÖLN/BONN, 26. Oktober (dpa). Die Kölner Bezirksregierung will die König-Fahd-Akademie in Bonn wegen des Verdachts radikalislamistischer Aktivitäten in Kürze schließen und wird dabei von der Bundesregierung unterstützt. "Die Tendenz, daß die Schule geschlossen wird, hat sich in den letzten Tagen deutlich verstärkt", bestätigte eine Behördensprecherin am Sonntag. Man habe massive Bedenken wegen gefährlicher fundamentalistischer und islamistischer Tendenzen an der Schule. Die Bezirksregierung ist die zuständige obere Schulaufsichtsbehörde. Regierungspräsident Roters wolle die arabische Privatschule bereits diese Woche schließen. Nach dem Stand der Ermittlungen würden die knapp 500 Schüler wohl auf andere Unterrichtsstätten im Bonner Stadtgebiet verteilt. Die Bundesregierung unterstützt die Maßnahmen der Behörden in Nordrhein-Westfalen gegen die König-Fahd-Akademie, sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Sonntag in Berlin. Wenn von der Schule verfassungsfeindliche Aktivitäten ausgingen, "dann müssen selbstverständlich Konsequenzen gezogen werden".