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Klinsmanns Jugendwelle mit Wörns

03.10.2004 ·  Der Bundestrainer wirbt beim FC Chelsea für Huth

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LONDON (dpa). Jürgen Klinsmann hat nach dem Ausfall von Abwehrspieler Frank Fahrenhorst den erfahrenen Christian Wörns in die Nationalmannschaft zurückgeholt. Doch Vorrang genießt beim Bundestrainer auch bei seinem dritten Länderspiel am kommenden Samstag in Teheran gegen den Iran der Nachwuchs. Klinsmann warb am Sonntag in London beim FC Chelsea persönlich für die Qualitäten des 20 Jahre alten Verteidigers Robert Huth, der zuletzt beim 1:1 gegen Brasilien überzeugt hatte. Huth kommt jedoch beim englischen Spitzenklub über eine Reserverolle nicht hinaus. Es gehe um ein "Grundsatzgespräch", sagte Joachim Löw als Grund für den Besuch seines Chefs beim Heimspiel von Chelsea gegen den FC Liverpool: "Welche Perspektiven gibt es für Robert in London?"

Für das Testspiel in Teheran gilt Huth als gesetzt. Denn für die neue sportliche Führung heißt es weiter: Jugend voran. Während gestandene Profis wie der Mönchengladbacher Oliver Neuville, der sein sechstes Saisontor erzielte, oder Dietmar Hamann ("Die WM 2006 ist mein großes Ziel") im Wartestand bleiben, dürfen die jungen Kräfte wie der 20 Jahre alte Hannoveraner Per Mertesacker und der 22 Jahre alte Thomas Hitzlsperger von Aston Villa gleich bei ihrer ersten Nominierung mit einem Einsatz rechnen. "Wenn man sie dabei hat, möchte man ihnen auch gern die Chance geben", sagte Löw. Eine Einsatz-Garantie gab es aber nicht: "Wir wollen natürlich auch die Trainings-Eindrücke abwarten." Auch Routinier Wörns, der im "Azadi Sports Stadium" sein 60. Länderspiel bestreiten kann, hat seine Rückkehr nur einem Nasenbeinbruch des Bremers Fahrenhorst zu verdanken. "Wir hatten zuvor mit Christian gesprochen, daß wir noch einige junge Leute testen wollen. Durch den Ausfall von Fahrenhorst hatten wir aber nur noch zwei Innenverteidiger", sagte Löw. Und da habe für den Dortmunder Wörns den Ausschlag gegeben, dass er nach seiner Achillessehnen-Entzündung schon wieder "voll im Spielrhythmus ist" (Löw), während der Berliner Arne Friedrich (erst ein Spiel) und der Leverkusener Jens Nowotny (zwei Partien) erst kurz zurück sind.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.10.2004, Nr. 231 / Seite 27
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