10.02.2004 · IWKA AG, Karlsruhe. Der rund 100 Einzelgesellschaften umfassende Maschinenbaukonzern will sich von ertragsschwachen Randaktivitäten trennen und das margenstarke Robotergeschäft ausbauen. In Kürze werden Mandate an Beratungsunternehmen vergeben, welche die Verkäufe unterstützen sollen.
IWKA AG, Karlsruhe. Der rund 100 Einzelgesellschaften umfassende Maschinenbaukonzern will sich von ertragsschwachen Randaktivitäten trennen und das margenstarke Robotergeschäft ausbauen. In Kürze werden Mandate an Beratungsunternehmen vergeben, welche die Verkäufe unterstützen sollen. In Einzelfällen könne der Konzentrationsprozeß zu "buchmäßigen Belastungen des Ergebnisses führen". Das teilte IWKA mit den vorläufigen Zahlen zum Geschäftsjahr 2003 mit. Welche einzelnen Gesellschaften betroffen sind, welchen Umfang die Trennungsmaßnahmen haben und was sie kosten, wurde nicht bekanntgegeben. Ein Unternehmenssprecher wollte Spekulationen, daß es sich dabei im Wesentlichen um Unternehmen aus der Sparte Prozeßtechnik handeln könnte, nicht kommentieren. Bisher stand bei IWKA die Sanierung der Sorgensparten im Vordergrund. Der Konzern werde sich in Zukunft auf jene Märkte konzentrieren, in denen eine herausragende Position eingenommen werde "Wichtigster Wachstumsbereich ist die Robotik", heißt es in der Mitteilung. Die bedeutendsten Kunden von IWKA kommen aus der Automobilindustrie. Für sie baut IWKA Roboter (Kuka) und Werkzeugmaschinen. Weitere wichtige Märkte sind die Verpackungsindustrie und der Maschinenbau. Wie schon in der Vergangenheit, so lieferte auch im Geschäftsjahr 2003 die Anlagentechnik (Roboter) das Gros des Konzerngewinns. Bei insgesamt leicht rückläufigen Auftragseingängen auf 2,30 (2,36) Milliarden Euro und Umsätzen von 2,29 (2,31) Milliarden Euro liegt das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) deutlich über dem Vorjahreswert von 73,4 Millionen Euro. Ein genauer Wert wird nicht mitgeteilt. Als Gründe für den Ergebnisanstieg werden gute Geschäfte in der Anlagentechnik, Erfolge im Kostenmanagement und weniger Verluste bei einzelnen Gesellschaften genannt. Eine geringere Verschuldung sorgt zwar für einen niedrigeren Zinsaufwand, aber höhere Steuern führen zu einem stagnierenden Jahresüberschuß. Als Dividende sollen unverändert 0,66 Euro ausgeschüttet werden. Im laufenden Geschäftsjahr soll das operative Ergebnis zulegen.
Allein für die Anlagentechnik meldet IWKA für das Geschäftsjahr 2003 Wachstum. Auftragseingang und Umsatz stiegen und das Ergebnis liegt über dem Vorjahreswert von 58,8 Millionen Euro. In der Produktionstechnik gingen Auftragseingänge und Umsatz zurück. Das operative Ergebnis ist positiv. Während bei Ex-Cell-O die Gewinnschwelle erreicht wurde, soll diese bei der Boehringer Werkzeugmaschinen gesenkt werden. Die Sparte Prozeßtechnik (Armaturen, Meß- und Regeltechnik) lieferte bei sinkenden Umsätzen nach einem Verlust im Jahr 2002 einen positiven Ergebnisbeitrag. Einen Einbruch bei den Auftragseingängen von 14 Prozent meldet IWKA für die Verpackungstechnik, wofür zurückhaltende Bestellungen aus Amerika verantwortlich seien. Die Sparte mache zwar Gewinn, erreiche aber den Vorjahreswert von 10,1 Millionen Euro nicht. (mir.)